Am 10. Dezember 2008 war es soweit: In der Datenbank von Jean Schneider, Astronom am Observatorium Paris-Meudon, sprang die Zahl der erfassten Exoplaneten auf die Schnapszahl 333. Die Homepage "Die Enzyklopädie der extrasolaren Planeten" von Jean Schneider ist seit 1995 online, dem Jahr, in dem der erste Exoplanet, 51 Pegasi b, entdeckt wurde. Sie ist damit die älteste derartige Website und wird seither sehr gut gepflegt. Man findet sie unter der Webadresse exoplanet.eu, aufbereitet in mehreren Sprachen, darunter auch in deutsch.

Exoplaneten
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Die Einträge der Datenbank sind nach verschiedenen Kriterien aufgeschlüsselt. In der Sparte "Kandidaten, welche durch Radialgeschwindigkeiten oder bei Astrometrie gefunden wurden" finden sich die meisten Einträge. Dort sind derzeit 263 Planetensysteme mit 307 Planeten und 31 Systeme mit mehreren Planeten aufgelistet. Weitere Abteilungen sind "Kandidaten, welche durch 'Microlensing' gefunden wurden", "Kandidaten, welche durch bildgebende Verfahren gefunden wurden" und "Kandidaten, welche durch 'Timing' gefunden wurden".

Die Datenbank lässt sich nach verchiedenen Parametern sortieren, zum Beispiel nach der Masse oder dem Radius der Exoplaneten. Jean Schneider stellt sogar Auswertefunktionen zur Verfügung. So kann der Benutzer Histogramme plotten, Korrelations-Diagramme ausgeben lassen und – besonders nützlich – sämtliche Daten zur eigenen Weiterverarbeitung exportieren.

Die 333 Exoplaneten der Gesamtliste befinden sich in 283 Planetensystemen. 35 von ihnen sind Mehrfachsysteme mit zwei bis fünf Planeten. Seit 1995 sind somit im Mittel zwei Exoplaneten pro Monat entdeckt worden.

Axel M. Quetz