Der Himmel ist überwiegend blau, die Sonne strahlt hell, und die schmale Mondsichel scheint einen kleinen aber sehr hellen Begleiter zu haben – die Venus. Mit ihrem brillanten Funkeln zeigt sie sich direkt am Rand der Schattenseite des Mondes, als ihr Strahlen verblasst und sie sich für 81 Minuten von der Himmelsbühne verabschiedet.

Die Bedeckung unseres Nachbarplaneten am 18. Juni, über die wir vor einigen Tagen hier berichteten, ließ sich wunderbar mit bloßem Auge verfolgen. Erste Fotos des Ereignisses sind bereits in der Redaktion von Sterne und Weltraum eingetroffen.

In Potsdam begeisterte Christoph Rollwagen der Anblick der beiden eng nebeneinander stehenden Himmelskörper. Allerdings versperrten hier Wolken zeitweise den Blick. Die entscheidenden Phasen konnte der Sternfreund jedoch im Bild festhalten (siehe oben).

Helmut Gröll beobachtete die Bedeckung mit seinem Zehn-Zoll-Newton-Teleskop von niederrheinischen Moers aus. Auch hier zeigte sich das Wetter von seiner launischen Seite. So war es reine Glückssache, dass diese schöne Aufnahme zustande kam. Kurz darauf zog der Himmel über Moers dann endgültig zu, und es begann in Strömen zu regnen.
© Helmut Gröll
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernDer Mond gibt den Blick wieder frei


Ihnen sind ebenfalls Aufnahmen der Bedeckung gelungen?. Scheuen Sie sich nicht, sie uns zu schicken. Im Juliheft werden dann die besten Aufnahmen veröffentlicht.

Allen, denen es nicht vergönnt war, einen Blick auf das Ereignis zu werfen, sollten sich den 24. Dezember rot im Kalender anstreichen. Dann versperrt der Erdtrabant die Sicht auf den anderen Nachbarn der Erde – den Mars.