Hirnaktivitätsmuster verraten, welches Motiv ein Mensch gerade betrachtet. Aus einem Kartenblatt mit 120 Bildern konnten Jack Gallant und seine Kollegen an der Universität von Kalifornien in Berkeley mehr als neunzig Prozent richtig vorhersagen.

Bilder mittels MRT vorhersagen
© Kendrick Kay
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Während ein Magnetresonanztomograf (MRT) die Hirnaktivität aufzeichnete, betrachteten zwei Kollegen von Gallant 1750 verschiedene Bilder. Anschließend brachten die Forscher 120 neue Naturaufnahmen ins Spiel und stellten sie ebenfalls in Voxel-Aktivitätsmustern dar. Bei Voxeln handelt es sich um eine Maßeinheit, die ein dreidimensionales Volumen beschreibt – analog dem zweidimensionalen Pixel.

Indem sie die Voxel-Muster mit den 1750 erfassten Mustern verglichen, konnten die Forscher das Motiv des neuen Bildes vorhersagen. Ihre Trefferquote reichte weit über den Zufall hinaus.

In früheren Studien gelang es Forschern bisher ausschließlich, einfache geometrische Figuren MRT-Mustern zuzuordnen. Mit den komplexen Abbildungen, die Gallant und seine Kollegen jetzt in ihrer Studie auswerteten, rücken sie dem Ziel ein Stückchen näher, eines Tages auch Gedanken oder Träume lesen zu können. (kgi)