Die Rohstoffpreise sinken zwar wieder, doch die Risiken steigen. So warnt die Deutsche Rohstoffagentur der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in ihrem Bericht über potenziell kritische Rohstoffe. Verantwortlich dafür sei, dass sich die Produktion mineralischer Rohstoffe immer stärker in einzelnen Ländern konzentriere. Das gelte besonders für China, das der wichtigste Produzent von allein 23 metallischen Rohstoffen sei. Aber auch andere Länder hätten sich bei einigen Ressourcen ein Quasimonopol erarbeitet, so zum Beispiel Brasilien bei Niob. Dieser starke Konzentrationsprozess berge besondere Risiken für Deutschland: Viele dieser Rohstoffe sind zwingend notwendig, um hochwertige technische Produkte herzustellen, auf denen die Exportwirtschaft basiert. Dadurch ist die deutsche Industrie sehr anfällig für eine ganze Reihe Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Handelskonflikte, die die Preise hochtreiben oder gar die Versorgung ganz abschneiden könnten.