Zukünftig soll ein Blick auf das Armaturenbrett Gewissheit verschaffen, ob man noch im klimafreundlichen Abgasmodus über die Autobahn rollt oder den Fuß besser ein wenig vom Gaspedal nimmt. Denn Forscher der Universität Manchester haben ein lasergestütztes Messgerät entwickelt, das noch im Auspuffrohr die Werte von Luftschadstoffen wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Methan erfassen und ins Cockpit übermitteln kann.

Der von Philip Martin und seinen Kollegen konstruierte Sensor arbeitet mit zwei Diodenlasern im nahen Infrarotbereich, die in unterschiedlichen Frequenzbereichen operieren und damit jeweils unterschiedliche Abgase erfassen können.
Auch die Wissenschaft kennt ein Sommerloch. Mehr und mehr fluten dann Ergebnisse die Medien, die sonst kaum den Weg in die Berichterstattung finden. Mit der Reihe "Sommerloch heute" möchten wir Ihnen eine Auswahl präsentieren.
Im Labortest mit einem Rover erwies sich die Gerätschaft bereits als robust und akkurat genug, die unterschiedlichen Auspuffemissionen bei Stand- und Vollgas oder beim Anlassen des Motors sauber zu erfassen.

Nun soll das Gerät weiterentwickelt werden, damit es ähnlich dem Benzinverbrauchsanzeiger in das Armaturenbrett integriert werden kann, um dem Fahrer den aktuellen Klimasündenstand anzuzeigen. Womöglich, so die Forscher, vermag es den Fahrern damit helfen, ihre Emissionen durch einen zurückhaltenderen Fahrstil anzupassen. (dl)