Weniger als eine Million Kilometer muss die Raumsonde New Horizons noch zurücklegen, dann vollbringt sie Historisches – und passiert den Zwergplaneten Pluto in 12 500 Kilometer Entfernung: Das bislang letzte Bild der Sonde zeigt nochmals die dunklen Flecken auf der dem Mond Charon zugewandten Seite von Pluto. "Dieser letzte Blick ist der beste, den die Menschheit wohl für Jahrzehnte haben wird", sagte der leitende Wissenschaftler Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder. Der Zwergplanet rotiert langsam in 6,4 Tagen um sich, während die Sonde sehr schnell daran vorbeifliegt. Am meisten fasziniere die Regelmäßigkeit und Größe der Kreise, von denen die Beteiligten noch nicht abschätzen können, ob es sich um Hochplateaus oder Ebenen handelt und warum sie starke Helligkeitsunterschiede zeigen.

Die einzelnen Ringe haben einen Durchmesser von rund 480 Kilometer, und die Grenzen zwischen hellen und dunklen Gebieten verlaufen recht scharf und weisen Unregelmäßigkeiten auf. Im Fokus morgen steht die Plutoseite mit der herzförmigen Struktur, die ebenfalls Fragen aufwirft. Erste Daten und Bilder kommen auf der Erde allerdings erst am frühen Mittwochmorgen an, während der Passage selbst findet keine Datenübertragung statt: Die Sonde soll sich auf das Fotografieren und Messungen konzentrieren. Einen Zeitplan des Vorbeiflugs finden Sie hier.