Die Oberfläche des Mars besteht zu großen Teilen aus vulkanischem Gestein, die weit gehend den irdischen Komatiiten und Ferropicriten ähneln. Marco Fiorentini von der University of Western Australia und seine Kollegen gehen deshalb davon aus, dass auch die Marsformationen reichlich Nickel, Kupfer oder Platinmetalle beherbergen dürften. Die Astrogeologen hatten Satellitendaten ausgewertet, die mittlerweile zahlreich von den verschiedenen Sonden vorhanden sind, und ergänzten dies mit Analysen der verschiedenen Rover vor Ort: Sie haben spezielle Instrumente an Bord, mit denen sie die Marsgesteine chemisch und physikalisch untersuchen.

Demnach liefen auf unsere Nachbarplaneten die gleichen geologischen Prozesse ab, die auch auf der Erde Erzlagerstätten schufen. Im ersten Schritt ging es den Forschern nach eigenen Angaben allerdings nur um eine grobe Abschätzung, wo es auf dem Mars Metalllagerstätten geben könnte. Mit ihrem neuen Wissen wollen sie nun erkunden, wo denn abbauwürdige Vorräte vorhanden sind – was auch dadurch unterstrichen wird, dass ihre Arbeit von einem Prospektionsunternehmen unterstützt wurde. Bis auf dem Mars jedoch überhaupt ein Abbau stattfinden kann, dürfte es noch etwas dauern. Das gestehen auch die Forscher zu.