Im Jahr 1942 gruben Paläontologen einen Dinosaurier der Art Dilophosaurus wetherilli in Arizona aus, mehr als 70 Jahre später zeigt eine Untersuchung, wie hart im Nehmen dieses Tier gewesen sein muss. Phil Senter von der Fayetteville State University und Sara Juengst von der Appalachian State University untersuchten das Fossil noch einmal neu und stießen dabei auf zahlreiche Knochenbrüche und andere Schäden am Skelett, die durch Infektionen ausgelöst worden waren. Der Dinosaurier habe am Ende seines Lebens wohl starke Schmerzen gespürt und nur noch schlecht Beute jagen können, so die Forscher. Unter anderem wies er eine Fraktur im linken Schulterblatt und Unterarmknochen sowie im rechten Oberarm auf. Elle und Daumen der linken Hand waren durch Entzündungen geschädigt. Dazu kamen noch zwei Fälle von abnormalem Knochenwachstum.

Wahrscheinlich stammten die meisten Verletzungen von einem Kampf, vermuten Senter und Juengst. Manche Brüche durchbohrten dabei die Haut, so dass sich Infektionen entwickeln konnten. An anderer Stelle fehlten Knochenstücke, da Dinosaurier anders als Säugetiere offensichtlich kein neues Knochenmaterial bilden konnten. Dennoch hatte das Tier anscheinend noch Monate oder gar Jahre mit seinen schweren Verletzungen überlebt, da es viele Anzeichen von Heilungsprozessen aufweist. In jener Zeit musste sich dieser Dilophosaurus wetherilli von Aas oder kleinerer Beute ernähren, weshalb er wiederum Gewicht verlor. Außerdem dürfte er anschließend zeitlebens gehinkt haben, was seinen Jagderfolg schmälerte. Diese Art bewegte sich auf langen Hinterbeinen fort, während die vorderen Extremitäten ähnlich wie beim berühmten T. rex zurückgebildet waren. Das Fossil stammt aus einer Zeit vor rund 185 Millionen Jahren.

Hinweis der Redaktion: Der Artikel zeigte ursprünglich als Symbolbild das Skelett eines anderen Tiers, das in der Bilddatenbank als Dinosaurier hinterlegt war. Leider handelte es sich dabei aber um eine Art, die nicht einmal Dinosaurier war, sondern noch vor diesen lebte. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen und danken für die Anmerkungen.