Den Stern T Leporis im Sternbild Hase umgibt eine eindrucksvolle Gashülle, wie nun Aufnahmen des Very Large Telescope zeigen. Die hohe Auflösung erreichten die Astronomen um Jean-Baptiste Le Bouquin durch einen Zusammenschluss von vier 1,8-Meter-Teleskopen. Dieser interferometrische Ansatz ermöglichte einen effektiven Durchmesser von rund 100 Metern.

T Leporis
© ESO/J.-B. Le Bouquin et al.
(Ausschnitt)
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Der etwa 500 Lichtjahre entfernte Stern erscheint am Himmel so klein wie ein von uns gesehenes zweistöckiges Haus auf dem Mond, berichten die Forscher. Dennoch konnten sie die Zwiebel-Struktur der Sternatmosphäre abbilden. Der Aufbau war zwar bereits mit Hilfe von numerischen Modellen und indirekten Daten darstellbar, doch nun wurde er zum ersten Mal direkt abgebildet.

T Leporis gehört zur Familie der Mira-Sterne. Dabei handelt es sich um riesige veränderliche Sterne, die beständig Masse verlieren und deren Kernbrennstoff nahezu aufgebraucht ist. Er pulsiert mit einer Periode von 380 Tagen und verliert jedes Jahr soviel Material, dass man damit die Erde aufwiegen könnte. Auch unsere Sonne wird in ein paar Milliarden Jahre zu einem solchen Gestirn. Die Erde dürfte dann in einem Schleier aus Staub und Gas verschwinden. (mp)