Dickbäuchige Pinguine geraten beim Laufen vermutlich schneller ins Stolpern als schlankere Artgenossen. Zu dieser Erkenntnis kam nun ein Team um Astrid Willener von der University of Roehampton in London mit Hilfe eines Versuchs, bei dem es zehn männliche, beleibte Königspinguine (Aptenodytes patagonicus) aufs Laufband schickte. Dieses war auf eine Geschwindigkeit von 1,4 Kilometern pro Stunde eingestellt, was etwa dem typischen Marschtempo der Tiere in freier Wildbahn entspricht. Anschließend setzten die Forscher die Pinguine zwei Wochen lang auf Diät und ließen sie im Schnitt zwei Kilogramm abspecken. Dann wiederholten sie den Laufbandversuch und untersuchten den Gang der Pinguine erneut.

Dabei entdeckten sie, dass die Tiere ihre Laufbewegung zwar nicht bewusst an die veränderten Gewichtsverhältnisse anpassten (das tun etwa stark beleibte Menschen oder auch Schwangere, die ihren wachsenden Bauchumfang dadurch kompensieren, dass sie breitbeiniger gehen und kürzere Schritte machen). Dafür watschelten die Pinguine mit ein paar mehr Kilos auf den Hüften aber stärker und neigten zudem ihren Oberkörper weiter nach vorne. Das macht ihren Gang letztlich instabiler, sagen die Forscher. Die Königspinguine aus dem Versuch stammten allesamt von den Crozetinseln und legen in natürlicher Umgebung auf der Suche nach Futter zum Teil lange Strecken zurück. Zudem fasten sie manchmal einige Wochen lang, wenn sie gerade mit der Pflege des Nachwuchses betraut sind. Diese Hungerperiode kompensieren sie, indem sie sich zuvor ordentliche Fettreserven anfuttern. Das könnte unter Umständen dazu führen, dass sich die Pinguine dann auf dem Rückweg zur Kolonie häufiger auf die Nase legen.