Die Spiralgalaxie Messier 74 ist rund 32 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und gehört damit noch zu unserer „näheren“ Umgebung. Sie ist das Hauptobjekt einer kleinen Galaxiengruppe mit etwa sechs bekannten Mitgliedern, die als M 74-Gruppe bezeichnet wird.

Messier 74 enthält etwa hundert Milliarden Sterne, ist also kleiner und masseärmer als unser Milchstraßensystem. Die Spiralgalaxie wurde bereits im Jahre 1780 vom französischen Astronomen Charles Messier (1730 – 1817) entdeckt und als 74. Objekt seines Katalogs der Nebelflecken und Spiralnebel eingetragen.

Bei dieser Welteninsel sehen wir annähernd senkrecht auf die galaktische Ebene, sodass uns alle Einzelheiten gut zugänglich sind. Sehr schön sind die zwei Hauptspiralarme zu erkennen, die sich von der gelblich-weißen Kernzone nach außen winden. Die bräunlichen Bänder darin sind große Wolken aus Gas und Staub, die rosafarbenen Flecken sind so genannte H-Alpha-Regionen, riesige Gaswolken, die durch die energiereiche Strahlung junger und heißer Sterne zum Leuchten angeregt werden. Diese massereichen Sterne sind sehr kurzlebig, sie verbleiben nur wenige Millionen Jahre auf der Hauptreihe des Hertzsprung-Russell-Diagramms, bevor sie sich zu Roten Riesen aufblähen und dann in gewaltigen Supernova-Explosionen ihr Leben aushauchen. H-Alpha-Regionen belegen daher immer die Entstehung neuer Sterne.

Das Bild ist ein Komposit von Aufnahmen im blauen, grünen und roten sichtbaren Licht sowie im nahen Infraroten. Sie wurden mit der Advanced Camera for Surveys (ACS) an Bord des Weltraumteleskops Hubble aufgenommen.

TA