US-Raumfähre Discovery
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Nur noch vier Flüge der US-Raumfähren stehen auf dem Plan der US-Raumfahrtbehörde NASA, bis das Spaceshuttle-Programm Anfang 2011 endgültig eingestellt wird. Die letzten Flüge werden dafür genutzt, so viel wie möglich an Verbrauchsmaterial, Ausrüstungsgegenständen, Ersatzteilen und wissenschaftlichen Geräten zur Internationalen Raumstation ISS zu schaffen.

Nach der Einstellung des Raumfähren-Programms stehen dann nur noch die unbemannten russischen Progress-Raumfrachter und die ebenfalls unbemannten Transportraumschiffe Europas (ATV) und Japans (HTV) zur Verfügung, die aber nicht so viel Nutzlast transportieren können.

An Bord der Discovery befindet sich neben sieben Astronauten das Logistikmodul "Leonardo", das für etwa eine Woche mit der ISS druckdicht verbunden wird. So können die Astronauten die mitgebrachten Güter problemlos umladen und auch Abfälle im Modul für den Rücktransport zur Erde verstauen. Diesmal wird Leonardo noch einmal zurück zur Erde geschafft, beim letzten Raumfährenflug gegen Ende dieses Jahres wird es dann endgültig an der ISS als Lagermodul verbleiben.

Die Mission STS-131 soll 13 Tage dauern und ist der 38. Flug der Discovery und der 33. Flug einer US-Raumfähre für den Zusammenbau der ISS. Während der Ankopplung an die ISS werden zwei Astronauten insgesamt drei Weltraumausstiege durchführen, dabei sollen unter anderem ein Steuerkreisel und ein Ammoniaktank ausgewechselt werden. Zudem sollen die Astronauten ein japanisches Weltraumexperiment bergen. Die Rückkehr der Discovery zur Erde ist für den 18. April 2010 im Kennedy Space Center in Florida vorgesehen.

Tilmann Althaus