Laboruntersuchungen haben bestätigt, dass eine an hämorrhagischem Fieber gestorbene Person in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Ebolavirus infiziert war. Zwei weitere Personen starben ebenfalls bei dem Ausbruch. Es ist das erste Auftreten des Erregers seit dem Ende der Ebola-Epidemie in Westafrika. Anders als bei früheren Ausbrüchen werden Seuchenbekämpfer diesmal wohl erstmals einen Impfstoff einsetzen, um den Ausbruch im Keim zu ersticken. Dieses Vorgehen empfahlen Fachleute bei einem von der Weltgesundheitsorganisation organisierten Treffen im April 2017.

Der dafür vorgesehene Impfstoff rVSV-ZEBOV hat sich zwar 2016 in Tests als vermutlich hinreichend effektiv erwiesen, ist bisher allerdings noch nicht zugelassen. Deswegen werde er nur unter bestimmten Bedingungen eingesetzt. Vorgesehen sind so genannte Ringimpfungen, bei denen alle bekannten Kontaktpersonen von Infizierten geimpft werden – nach diesem Muster verlief auch der Impfstofftest in Guinea, bei dem das Präparat gut abschnitt. Ob das gelingt, ist allerdings unklar. Unter den verschärften Bedingungen der experimentellen Impfungen müssen die Zielpersonen ausdrücklich schriftlich zustimmen und ausführlich über die Risiken aufgeklärt werden. Die Ebolafälle traten in einer entlegenen Region weit im Norden des Landes auf, was zwar die Impfungen erschwert, es aber auch unwahrscheinlich macht, dass sich der Erreger weiter ausbreitet.