Update, 8. 8. 2017: Die partielle Mondfinsternis am frühen Abend des 7. August 2017 wurde von zahlreichen unserer Leser beobachtet und im Bild festgehalten. In unserer Leserbildgalerie sind zahlreiche Aufnahmen zu sehen, die den Verlauf der Finsternis sehr schön dokumentieren – klicken Sie sich rein und genießen Sie!

Am frühen Abend des 7. August wird sich der Vollmond partiell verfinstert zeigen – gute Sicht zum Südosthorizont vorausgesetzt. Kurz nach Mondaufgang, gegen 20:50 Uhr MESZ, wird ein Teil der Mondscheibe noch vom dunklen Kernschatten der Erde erfasst. Das Schattenzentrum befindet sich dabei etwas südlich des Erdtrabanten. Daher sieht der aufgehende Vollmond an diesem Abend beinahe so aus, als würde in seiner unteren Hälfte ein kleines Stück fehlen.

Verlauf der partiellen Mondfinsternis vom 7. August 2017 (Übersichtsgrafik)
© Fred Espenak / NASA GSFC / SuW-Grafik
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernVerlauf der partiellen Mondfinsternis vom 7. August 2017
Während der partiellen Verfinsterung am 7. August 2017 taucht der Erdtrabant zwar bis zu knapp einem viertel Monddurchmesser in den Kernschatten der Erde ein – doch diese Phase ist schon rund eine halbe Stunde vor dem Aufgang in Deutschland erreicht.

Die größte Finsternistiefe von rund einem Viertel des Monddurchmessers wird leider schon um 20:22 Uhr MESZ erreicht – eine halbe Stunde vor Mondaufgang in Mitteleuropa. Bedenkt man die Einflüsse von Horizontdunst und Dämmerung, so wird das Ereignis vielerorts wohl erst gegen 21 Uhr MESZ sichtbar. Da die partielle Verfinsterung bereits um 21:18 Uhr MESZ endet, lässt sich also nur noch ein kleiner Biss von einer maximalen Tiefe von vielleicht zehn Prozent des Monddurchmessers bewundern. Dabei können Sie miterleben, wie rasch sich der Mond aus dem Kernschatten der Erde zurückzieht. Auf der Mondscheibe wird der Kernschattenrand von einer diffusen Verdunklung umgeben, dem Halbschatten.

Ein Fernglas ist zur Beobachtung dieser Finsternis das ideale Gerät: Sein großes Gesichtsfeld und seine niedrige Vergrößerung erleichtern es, die Nuancen des Kern- und Halbschattens zu erkennen. Zudem stört wegen der geringen Vergrößerung die am Horizont meist sehr große Luftunruhe den Anblick nicht. Des Weiteren lässt sich ein Feldstecher leicht an einen geeigneten Standort mit guter Sicht nach Südosten transportieren.

Deutlich besser als bei uns ist diese partielle Finsternis in Südosteuropa sichtbar, wo der Mond bis zu eine Stunde früher als im deutschsprachigen Raum aufgeht – noch vor der maximalen Phase der partiellen Verfinsterung. Wer am 7. August 2017 seinen Urlaub in Bulgarien oder Griechenland verbringt, sollte unbedingt einen Blick zum Mond wagen.