Forscher von der University of Alberta haben in China Skelettüberreste einer bisher unbekannten Dinosaurier-Spezies mit extrem langem Hals entdeckt. Die Wissenschaftler tauften das Exemplar nach seiner Fundstätte auf den Namen "Qijianglong", was so viel wie "Drache aus Qijiang" bedeutet. Qijianglong lebte vor schätzungsweise 160 Millionen Jahren, ist 15 Meter lang und gehört zur Gattung Mamenchisaurus, die im Jura ausschließlich im heutige China lebte und dafür bekannt war, dass der Hals ihrer Vertreter schon mal bis zur Hälfte der Körperlänge ausmachte.

Das Besondere an Qijianglong ist allerdings, dass seine Halswirbel offenbar mit Luft gefüllt waren, wie die Forscher im "Journal of Vetebrate Paleontology" schreiben. Das machte den Hals des Dinosauriers trotz seiner enormen Länge vergleichsweise leicht. Die einzelnen Wirbel waren dabei durch Gelenke so starr miteinander verbunden, dass Qijianglong seinen Hals vermutlich nur flexibel rauf- und runterbewegen konnte. Seitwärts muss er seinen Kopf ähnlich umständlich geschwenkt haben wie einen Baukran.