Ihm war speiübel. "Das Elend, das ich mit der Seekrankheit durchmache, geht weit über alles hinaus, was ich je für möglich gehalten habe", schrieb er nach Hause. "Das wirkliche Elend beginnt erst, wenn man so erschöpft ist, dass eine kleine Anstrengung bereits das Gefühl einer Ohnmacht aufkommen lässt. Ich habe nichts gefunden, was dagegen geholfen hätte, als in meiner Hängematte zu liegen."

Sein Vater hatte das Vorhaben des 22-Jährigen schon immer für Unsinn gehalten, der jetzt auf hoher See in seinem Tagebuch notierte: "Vor der Reise hatte ich oft gesagt, dass ich das ganze Unternehmen zweifellos bedauern würde. Aber ich hätte nie gedacht, mit welcher Inbrunst ich das tun würde."

Der junge Darwin
© George Richmond: Portrait Charles Darwin, 1830er / public domain
(Ausschnitt)
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Kein guter Start für eine hoffnungsvolle Karriere – und dennoch: "Die Reise der 'Beagle' ist das bei Weitem bedeutungsvollste Ereignis in meinem Leben und hat meine ganze Laufbahn bestimmt", wird der Naturforscher, längst zur Berühmtheit geworden, in der Rückschau urteilen.

In der Tat stellt die Weltumseglung mit der 27 Meter langen Brigg "Beagle" den Wendepunkt im Leben des Mannes dar, der als Vater der Evolutionstheorie in die Wissenschaftsgeschichte eingehen sollte und dessen Geburtstag sich dieses Jahr zum 200. Mal jährt: Charles Robert Darwin erblickte am 12. Februar 1809 in Shrewsbury das Licht der Welt. Sein Vater, Robert Waring Darwin (1766-1848), hatte es in dem englischen Städtchen als Arzt und Gutsverwalter zu einigem Ansehen und Wohlstand gebracht; das von ihm erbaute Anwesen "The Mount", auf dem Charles als fünftes von sechs Kindern geboren wurde, bescherte der Familie ein großzügiges Heim.

Familiäre Bande

Charles wuchs in einem geistig anspruchsvollem Klima auf, das von seinen Großvätern – die er beide allerdings selbst nicht mehr persönlich erlebt hatte – entscheidend geprägt wurde: Der Arzt, Naturforscher und Dichter Erasmus Darwin (1731-1802) zählte zu den führenden britischen Intellektuellen des 18. Jahrhunderts, der sich bereits Gedanken zur Evolution der Organismen gemacht hatte. Befreundet war er mit dem Gründer der führenden Keramikmanufaktur Großbritanniens, Josiah Wedgwood (1730-1795). Beide vertraten liberale Ansichten und lehnten beispielsweise die damals im britischen Empire noch legale Sklaverei ab. Mit der Hochzeit zwischen Robert Darwin und Susannah Wedgwood (1765-1817), Josiah Wedgwoods Tochter und Charles Darwins Mutter, gingen die beiden Familien eine Verbindung ein, die sich noch vertiefen sollte: 1839 heiratete der fast 30-jährige Charles Darwin seine Cousine Emma Wedgwood (1808-1896).

Als Neunjähriger kam Charles nach dem frühen Tod seiner Mutter in das Internat von Shrewsbury – wo er sich mit wenig Enthusiasmus durchschlug.
"Du wirst noch zur Schande für dich und deine ganze Familie"
(Robert Darwin zu seinem Sohn Charles)
Statt sich für alte Sprachen und Literatur zu begeistern, sammelte der Knabe lieber draußen in der Natur Insekten und Pflanzen und führte zusammen mit seinem Bruder Erasmus in einem Schuppen des Elternhauses Chemieexperimente durch. Vor allem seine Jagdleidenschaft missfiel dem Vater. "Du hast nichts im Kopf außer Schießen, Hunden und Rattenfangen", empörte er sich. "Du wirst noch zur Schande für dich und deine ganze Familie."

Unerträglich langweilig

1825 schickte Robert Darwin seinen Sohn an die Universität Edinburgh, wo er – ganz nach Familientradition – Medizin zu studieren hatte. Doch die ärztliche Ausbildung behagte dem jungen Mann wenig: "Der Unterricht bestand ganz und gar aus Vorlesungen, und diese waren unerträglich langweilig." Stattdessen beschäftigte er sich lieber mit naturwissenschaftlichen Themen aus Zoologie, Botanik, Meteorologie und Geologie. Dabei lernte er die Thesen des französischen Zoologen und Botanikers Jean Baptiste de Lamarck (1744-1829) kennen, der die damals gängigen Vorstellungen von der Konstanz der Arten bereits ablehnte.

Steven Henslow
© Thomas Herbert Maguire, 1851 / public domain
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Robert Darwin sah ein, dass sein Sohn wohl kaum Karriere als Arzt machen würde. Stattdessen schlug er ihm ein anderes Berufsziel vor: Pfarrer. Charles gehorchte, begann 1828 in Cambridge ein Theologiestudium und schaffte 1831 tatsächlich den Universitätsgrad eines Baccalaureus Artium. Doch auch hier war es weniger die Theologie, die ihn interessierte – sein Plan, Geistlicher zu werden, sei "einfach eines natürlichen Todes gestorben".

Seine Studienzeit prägten stattdessen die Reisebeschreibungen des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt (1769-1859), die in ihm den Wunsch entfachten, "wenigstens einen kleinen Stein zum großartigen Bauwerk der Naturwissenschaften beizutragen", sowie die Vorlesungen seines Botanikprofessors John Stevens Henslow (1796-1861), der ihn zu weiteren geologischen Studien ermunterte. Henslow war es auch, der dem jungen Darwin das Tor zur Welt öffnete.

Die große Reise

Die "HMS Beagle" hatte den Auftrag der britischen Admiralität, die südamerikanische Küste zu vermessen; und ihr Kapitän, Robert FitzRoy (1805-1865), wünschte sich einen jungen Naturforscher als Begleiter. "Du bist genau der Mann, den sie suchen", schrieb Henslow an seinen ehemaligen Schüler. Und so stach Charles Darwin – nachdem sein Onkel den letzten Widerstand des Vaters überwunden hatte – am 27. Dezember 1831 in See.

Reise der "Beagle"
© Spektrum der Wissenschaft / Emde-Grafik
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Die Weltumseglung von Charles Darwin mit der "HMS Beagle" begann am 27. Dezember 1831 und endete am 2. Oktober 1836. Sie gab dem britischen Naturforscher wesentliche Impulse für seine später von ihm entwickelten Evolutionstheorie.
Die Reise sollte fast fünf Jahre dauern, bis Darwin am 2. Oktober 1836 endlich wieder englischen Boden betreten durfte. Unterwegs lernte er die üppige Vegetation des brasilianischen Regenwalds kennen, entdeckte in Argentinien Fossilien urtümlicher Wesen wie dem Riesenfaultier Megatherium, erlebte in Chile ein katastrophales Erdbeben und staunte über die rätselhafte Tierwelt Neuseelands und Australiens. Fleißig schickte Darwin seine Proben als "Kisten voll nutzlosen Zeugs" – wie Kapitän FitzRoy lästerte – nach Hause, die ihn noch vor seiner Rückkehr zum berühmten Mann machten.

Emma Darwin
© George Richmond: Portrait Emma Darwin, 1840 / public domain
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Von den Galapagosinseln, das heute besonders mit dem Namen Charles Darwin verbunden wird, zeigte sich der Naturforscher zunächst wenig begeistert: "Ein zerklüfteter Fels schwarzer, basaltischer Lava, welche in die verschiedenartigst zerrissenen Wellen geworfen und von großen Spalten durchsetzt ist, wird überall von verkümmertem, sonnenverbranntem Buschholz bedeckt." Die Szenerie erschien ihm "wie man sich vielleicht den kultivierten Teil der Hölle ausmalt".

Die heute berühmten Darwinfinken der Inseln wären ihm fast entgangen. Zwar hatte er pflichtbewusst etliche Vögel gesammelt, machte sich aber kaum die Mühe zu notieren, von welcher Insel welcher Vogel stammte. Erst daheim in England fielen ihm die unterschiedlichen Schnabelformen auf, und nur dank der gewissenhaften Beschriftungen durch andere Besatzungsmitglieder, die eigene Sammlungen angelegt hatten, ließ sich rekonstruieren, dass auf jeder Insel jeweils andere Arten lebten.

Schmerzhafte Kluft

Die Reise hatte Darwin noch zutiefst gläubig angetreten: "Ich erinnere mich, von mehreren Offizieren herzlich darüber ausgelacht worden zu sein, dass ich die Bibel als eine unwiderlegbare Quelle über irgendeinen Punkt der Moral zitierte." Zurück in England wandelte sich mit der Auswertung seiner umfangreichen Notizen, die noch Jahre in Anspruch nahm, das Weltbild des inzwischen 27-Jährigen. 1839 erschienen seine ersten Reiseberichte, 1842 veröffentlichte er eine – noch heute als gültig anerkannte – Theorie über die Entstehung tropischer Korallenriffe, 1854 publizierte er eine dreibändige Klassifikation über fossile und noch lebende Cirripedia, winzig kleiner Krebse.

"I think" Darwins Stammbaum des Lebens
© Charles Darwin, 1837 / public domain
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Wie akribisch Darwin, der sich 1842 in den abgeschiedenen Landsitz Down House in der Grafschaft Kent zurückzog, auch im Privatleben vorging, zeigt seine Pro-und-Kontra-Liste zum Thema Heiraten. So führt er auf der Habenseite auf: "Kinder – (so Gott gefällt) –, ein beständiger Partner (Freund im Alter), der sich für einen interessiert, jemand den man lieben kann und mit dem man spielen kann – besser jedenfalls als ein Hund – ein Heim, und jemand, der sich um das Haus kümmert – Annehmlichkeiten der Musik und weibliches Geplauder. Diese Dinge sind gut für die Gesundheit." Dagegen steht: "Zwang, Verwandte zu besuchen und zu empfangen … Zeitverlust – kann abends nicht lesen – Verfettung und Trägheit – Sorgen und Verantwortung – weniger Geld für Bücher etc."

Noch vor der Hochzeit am 29. Januar 1839 hatte Darwin seiner tief religiösen Verlobten Emma erste Zweifel an der biblischen Schöpfungsgeschichte gebeichtet. "Mein Verstand sagt mir", schrieb sie ihm zurück, "dass ehrliche und gewissenhafte Zweifel keine Sünde sein können. Aber ich habe doch das Gefühl, dass es eine schmerzhafte Kluft zwischen uns bedeuten würde."

Aus ihrer Ehe gingen zehn Kinder hervor, wovon jedoch nur sieben das Erwachsenenalter erreichten. Besonders der Tod der zehnjährigen Tochter Annie traf Darwin schwer.
"So beschlich mich in sehr langsamer Weise der Unglaube, bis ich schließlich gänzlich ungläubig wurde"
(Charles Darwin)
Während Emma Trost in ihrem Glauben fand, entfernte sich ihr Mann immer weiter von den Wurzeln seines Theologiestudiums: "Ich war in der Zeit von 1836 bis 1839 allmählich dahin gekommen, einzusehen, dass dem Alten Testament – mit seiner offensichtlich falschen Weltgeschichte, mit seinem Babylonischen Turm, mit dem Regenbogen als Zeichen und seiner Art, Gott Gefühle eines rachedurstigen Tyrannen zuzuschreiben – nicht mehr Glauben zu schenken sei als den heiligen Schriften der Hindus oder dem Glauben irgendeines Wilden. Trotz all meiner Einbildungskraft war es immer schwieriger, Beweise zu finden, die ausreichten, mich zu überzeugen. So beschlich mich in sehr langsamer Weise der Unglaube, bis ich schließlich gänzlich ungläubig wurde."

Eine Kraft wie hunderttausend Keile

Eine Erleuchtung erlebte Darwin, als er an einem trüben Septemberabend im Jahr 1838 ein Buch von Thomas Malthus (1766-1834) in den Händen hielt. In seinem "Essay über das Prinzip der Bevölkerungsentwicklung" führte der britische Nationalökonom aus, dass die menschliche Bevölkerung exponentiell, die Nahrungsmittelproduktion aber nur linear wächst – was zwangsläufig zu Hungerkatastrophen führen muss.

Titelblatt von "On the Origin of Species"
© public domain
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Der Mensch setzt also mehr Nachwuchs in die Welt, als überleben kann. Wenn dies für alle Spezies gilt, so Darwins Überlegung, muss es einen Mechanismus geben, der diesen Überschuss kontrolliert: "Man kann sagen, dass es eine Kraft wie hunderttausend Keile gibt, die versucht, jede angepasste Struktur in die Lücken des Naturhaushalts zu zwingen, oder eher Lücken bildet, indem Schwächere hinausgestoßen werden. Die Zweckursache all dieses Hineinzwingens muss es sein, die geeignete Struktur auszusortieren und sie an die Veränderung anzupassen." Die Idee der "natürlichen Zuchtwahl", der Selektion, war geboren – "eine Theorie, mit der ich arbeiten konnte".

Eine Theorie, die es freilich in sich hatte. Schließlich hob Darwin den göttlichen Schöpfungsplan auf, nach dem jede Art seit Beginn unveränderlich existiert. Dem stand seine Überzeugung gegenüber, dass sich alle Spezies im Lauf der Zeit wandeln – sie unterliegen einer Evolution.
"Eine Theorie, mit der ich arbeiten konnte"
(Charles Darwin)
Doch sollte die natürliche Zuchtwahl auch für den Menschen gelten, die "Krone der Schöpfung"? "Es ist, als gestehe man einen Mord", beschrieb Darwin seine Skrupel.

Unermüdlich feilte er an seinem Gedankengebäude und versuchte auch als Taubenzüchter, die Veränderung der Arten experimentell nachzuahmen. Seine Gesundheit war allerdings angeschlagen; er litt unter Schwächeanfällen, Übelkeit und Magenschmerzen. Von depressiven Phasen geplagt, zog er sich immer mehr zurück: "Als ich noch jung und kräftig war, konnte ich mich sehr für Menschen erwärmen, aber in den letzten Jahren hege ich zwar durchaus noch freundliche Gefühle gegenüber vielen Menschen, doch die Kraft zu einer innigen Freundschaftsbeziehung habe ich verloren."

Post aus Übersee

Mitten in der Arbeit an dem von ihm geplanten umfangreichen Werk erhielt Darwin 1858 Post aus Übersee. Alfred Russel Wallace (1823-1913), ein britischer Naturforscher, der das malaiische Archipel bereiste, sandte an seinen Kollegen in der Heimat ein Manuskript mit der Bitte, es dem Geologen Charles Lyell (1797-1875) weiterzuempfehlen. Darwin traf der Schlag: "Wenn Wallace meinen handschriftlichen Entwurf von 1842 besäße, hätte er kein besseres Resümee anfertigen können."

Der Gelehrte als Affe
© The Hornet, 22. März 1871 / public domain
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Darwins Ansichten blieben umstritten. Das Magazin "The Hornet" karikierte 1871 den Schöpfer der Evolutionstheorie als Orang-Utan.
Tatsächlich war Wallace unabhängig von Darwin auf fast die gleichen Ideen gekommen. Lyell, der Darwin schon lange zur Veröffentlichung gedrängt hatte, schlug einen Kompromiss vor: Am 1. Juli 1858 wurden auf einer Sitzung der Linnean Society of London Auszüge aus Darwins Werk zusammen mit dem Manuskript von Wallace vorgelesen – ohne große Resonanz. "In der Tat weist dieses Jahr keine der einzigartigen Entdeckungen auf, die den Wissenschaftszweig, in den sie fallen, sozusagen revolutionieren", heißt es nüchtern im Jahresbericht der Gesellschaft.

Begräbnis in Westminster Abbey
© The Graphic, 6. Mai 1882 / public domain
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Der Tumult begann ein Jahr später: Am 24. November 1859 erschien die erste Auflage von Darwins Hauptwerk "Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl", die bereits am ersten Tag vergriffen war. Heftige Diskussionen blieben nicht aus. So begehrte der Oxforder Bischof Samuel Wilberforce (1805-1873) von Darwins Verteidiger Thomas Henry Huxley (1825-1895) zu wissen, ob er denn großväterlicherseits oder großmütterlicherseits vom Affen abstamme. "Wenn die Frage an mich gerichtet würde", gab der Zoologe schlagfertig zurück, "ob ich lieber einen miserablen Affen zum Großvater haben möchte oder einen durch die Natur hoch begabten Mann von großer Bedeutung und hohem Einfluss, der aber diese Fähigkeiten und diesen Einfluss nur dazu benutzt, um Lächerlichkeit in eine ernste wissenschaftliche Diskussion hineinzutragen, dann würde ich ohne Zögern meine Vorliebe für den Affen bekräftigen."

Liebe zur Wissenschaft und gesunder Menschenverstand

Dabei hatte Darwin in seinem Buch den Menschen geflissentlich ausgelassen. Erst 1871 erschien "Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl", in dem er bereits die Vermutung äußerte, dass die Vorfahren von Homo sapiens in Afrika zu suchen sind. Außerdem präsentierte er sein Konzept der sexuellen Selektion, nach dem die Auswahl der Sexualpartner durch das weibliche Geschlecht die Evolution ebenfalls vorantreibt – im viktorianischen England eine durchaus provokante These.

Im Jahr darauf zeigte er in "Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren", dass auch unsere Gefühlsregungen den Gesetzen der Evolution unterliegen. In seinem letzten Jahrzehnt beschäftigte sich der Privatgelehrte mit Kletterpflanzen und Regenwürmer und bewies sich so als scharfsinniger Forscher, der physiologische und ökologische Zusammenhänge erkannte.

In seiner Autobiografie, an der er ab 1876 arbeitete, zog er sein Lebensfazit: "Daher ist mein Erfolg als der eines Mannes in der Wissenschaft, wie gering oder groß derselbe auch gewesen sein mag, soweit ich es beurteilen kann, durch komplizierte und verschiedenartige geistige Eigenschaften und Bedingungen bestimmt worden. Von diesen sind die bedeutungsvollsten gewesen: Liebe zur Wissenschaft, uneingeschränkte Geduld, lange Zeit über irgendeinen Gegenstand nachzudenken, Fleiß beim Beobachten und Sammeln von Tatsachen – und ein ordentliches Maß von Erfindungsgabe wie auch von gesundem Menschenverstand. Bei so mäßigen Fähigkeiten, wie ich sie besitze, ist es wahrhaft überraschend, dass ich die Meinungen von Wissenschaftlern über einige Fragen in beträchtlichem Maße beeinflusst habe."

Charles Darwin starb am 19. April 1882 im Alter von 73 Jahren. Er wurde mit allen Ehren in der Londoner Westminster Abbey bestattet.