Diesmal müssen sich die deutschen Bildungseinrichtungen keine Sorgen über die ihnen anvertrauten Kinder und deren Augen machen: Die partielle Sonnenfinsternis vom 13. September 2015, die zweite in diesem Jahr, ist von Mitteleuropa aus nicht zu sehen. Das Himmelsschauspiel bietet sich nur den Einwohnern des südlichen Afrika von Angola bis Südafrika. Dort wird die Sonne am Kap der Guten Hoffnung maximal zu rund 43 Prozent von der dunklen Scheibe des Monds bedeckt. Die Finsternis ereignet sich in den Morgenstunden des 13. September und beginnt um 6:42 Uhr MESZ. Die maximale Verfinsterung findet um 8:54 Uhr statt, dann scheint von einem Punkt an der Küste der Antarktis die Sonne zu 79 Prozent vom Mond verschlungen. Das Ende der Finsternis kommt um 11:06 Uhr MESZ über menschenleerem Gebiet im Indischen Ozean.

Der Verlauf der partiellen Sonnenfinsternis vom 13. September 2015 (Übersichtsgrafik)
© NASA, Goddard Space Flight Center
(Ausschnitt)
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Die partielle Sonnenfinsternis vom 13. September 2015 ist nur vom südlichen Afrika und von der Antarktis aus zu sehen, von Mitteleuropa aus überhaupt nicht. Der maximale Verfinsterungsgrad von 79 Prozent wird in der Antarktis erreicht, am Kap der Guten Hoffnung in Südafrika wird die Sonne zu etwa 40 Prozent bedeckt.

Zwar ist die Finsternis von uns aus überhaupt nicht zu bemerken, aber via Internet kann man sie zumindest virtuell erleben: Das SLOOH Community Observatory bietet an diesem Tag einen Live-Feed aus Südafrika und vielleicht auch aus der Antarktis an.

Diese partielle Sonnenfinsternis ist für uns nur ein Vorspiel für den frühen Morgen des 28. September 2015: An diesem Tag wandert der Mond durch den Schatten der Erde – es ist eine totale Mondfinsternis, in voller Länge von Mitteleuropa aus zu sehen. Allerdings ist sie etwas für Frühaufsteher, denn sie beginnt schon um 3:07 Uhr MESZ, die totale Verfinsterung ist um 4:11 Uhr erreicht. Dann wird der Erdtrabant in einem eigentümlichen roten Licht leuchten. Manchmal wird er fantasievoll auch "Blutmond" genannt.