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US-Raumfähre: Endeavour pünktlich gelandet

Die Endeavour landet in Florida am 22. Februar 2010
Nach zwei Wochen im All und einer Flugstrecke von 9,2 Millionen Kilometer, der rund 24-fachen Strecke von der Erde zum Mond, setzte in der Nacht vom 22. Februar 2010 die US-Raumfähre Endeavour sicher um 22:20 Uhr Ortszeit auf der Betonpiste im Kennedy Space Center der NASA auf.

Während zehn Tagen war die Raumfähre an die Internationale Raumstation ISS angedockt und die siebenköpfige Mannschaft der Endeavour installierte mit ihren Kollegen der ISS-Stammbesatzung das Verbindungsmodul "Tranquility" und die Aussichtsplattform "Cupola" an der ISS, wir berichteten. Damit ist die ISS zu mehr als 90 Prozent fertiggestellt.

Während dreier Raumausstiege von jeweils mehr als sechs Stunden Dauer verbanden die beiden Astronauten Robert Patrick und Nicholas Behnken verschiedene Strom-, Daten- und Kühlleitungen miteinander und sorgten für die endgültige Integration des neuen Moduls in die Systeme der ISS. Zudem lieferte die US-Raumfähre Verbrauchsmaterialien, Wasser und Lebensmittel zur ISS.

Mittlerweile wurde auch die Aussichtskuppel in Betrieb genommen und erfreut sich bei den Astronauten der ISS äußerster Beliebtheit, da ihnen nun ohne in den Raumanzug zu steigen ein Panoramablick über die ISS und die Erde möglich ist. Im Prinzip lässt sich "Cupola", die übrigens in Europa von der Europäischen Weltraumagentur ESA als Beitrag zur ISS entwickelt und gebaut wurde, als der "Tower" der ISS auffassen. Von ihm lassen sich die Bewegungen von Astronauten und Raumfahrzeugen in der unmittelbaren Nähe zur Raumstation überwachen.

Der nächste Flug einer US-Raumfähre ist derzeit für den 5. April 2010 vorgesehen. Dann soll sich die Raumfähre Discovery mit sieben Astronauten auf den Weg zur ISS machen. Diesmal wird ein Frachtmodul zur ISS befördert, in dem sich wissenschaftliche Geräte für die Laboratorien an Bord befinden. Während dreier Raumausstiege sollen zwei Astronauten einen Ammoniak-Drucktank und ein Kreiselsystem für die Lageregelung der ISS austauschen. Die Discovery soll 13 Tage im All bleiben.

Tilmann Althaus

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