2006 war das schwarze Jahr für Pluto. Ein Brocken im Kuiper-Gürtel namens 2003 UB313, dessen Durchmesser nicht einmal hundert Kilometer größer ist, führte zur Degradierung des ehemals neunten Planeten. Die Hoffnung aller Pluto-Fans auf einen Fehler bei der Größenbestimmung wurde nun zunichte gemacht.

Ausgerechnet der Entdecker des mittlerweile in Eris umgetauften Zwergplaneten, Michael Brown vom California Institute of Technology, setzte jetzt nach. Der Asteroid hat nicht nur mehr Umfang als Pluto, sondern auch mehr Masse – 27 Prozent, um genau zu sein. Diesen Wert konnten Brown und seine Doktorandin Emily Schaller anhand der mit Hubble und Keck ermittelten Umlaufdauer des Eris-Monds Dysnomia berechnen.

Abgesehen von den Umlaufbahnen, die Eris wesentlich weiter von der Sonne weg führen als Pluto, erweisen sich die beiden Zwergplaneten als fast zwillingsgleich: Sie verfügen über eine nahezu identische mittlere Dichte von zwei Gramm pro Kubikzentimeter (zwei Tonnen pro Kubikmeter). Das ist nur gut ein Drittel der Dichte unseres Heimatplaneten. Die Planetenforscher gehen deshalb davon aus, dass Pluto, Eris und die meisten anderen Kuiper-Gürtel-Objekte aus recht locker gepresstem Gestein und Eis bestehen. (Dre.)