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Ornithologie: Erstmals Sumatra-Laufkuckuck in Menschenhand

Sumatra-Laufkuckuck
Der vom Aussterben bedrohte Sumatra-Laufkuckuck (Carpococcyx viridis) konnten nun erstmals von Wissenschaftlern in Gefangenschaft beobachtet, fotografiert und seine Lautäußerungen aufgezeichnet werden. Davon erhoffen sich Naturschützer nun bessere Beobachtungen im Freiland.

Sumatra-Laufkuckuck | Erstmals in Menschenobhut gehalten und seine Stimme aufgezeichnet: der vom Aussterben bedrohte Sumatra-Laufkuckuck.
Nur zufällig bekamen die Forscher um Firdaus Rahman von der New Yorker Wildlife Conservation Society (WCS) das Tier in ihre Obhut: Es hatte sich in der Schlinge eines Wilderers verfangen, der es jedoch an eine Auffangstation für verletzte und beschlagnahmte Wildtiere weiterreichte. Dort soll sich der Kuckuck nun von seiner Beinverletzung erholen, die er sich durch die Falle zugezogen hat, bevor er wieder freigelassen wird.

Bis 1997 galt die Spezies als ausgestorben; nur acht Museumsexemplare des bis zu 55 Zentimeter großen Vogels existierten zu diesem Zeitpunkt, und nichts war über seine Bestandsgröße, sein Verhalten im Freiland oder seine Stimme bekannt – erst dann gelang ein Foto des Tieres im sumatrischen Regenwald. Im Jahr 2006 schoss eine selbstauslösende Fotofalle ein weiteres Bild des seltenen Kuckucks, dessen Gesamtzahl auf weniger als 50 Individuen geschätzt wird und den die rapide voranschreitenden Zerstörung der indonesischen Regenwälder hochgradig bedroht. (dl)

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