In Frankreich wird es ab dem 1. Juli einen dunkleren Nachthimmel geben: Ab diesem Datum müssen Ladenbesitzer nachts das Licht in ihren Schaufenstern abschalten. Grund ist eine Energiesparverordnung, welche die Beleuchtung von Schaufenstern oder Fassaden zwischen ein und sechs Uhr morgens untersagt. Durch das nächtliche Beleuchtungsverbot soll im Rahmen des Energiesparpakets die Menge Strom eingespart werden, die dem Jahresverbrauch von 260 000 Haushalten und Gesamtkosten von rund 170 Millionen Euro entspricht.

Lichtverschmutzung bei der Burg Hohenzollern
© Till Credner
(Ausschnitt)
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Die Maßnahme wird jedoch nicht nur der Energieeinsparung dienen. Ein für Amateurastronomen angenehmer Nebeneffekt ist die Verringerung der nächtlichen Lichtverschmutzung: Diese in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommene Aufhellung des Nachthimmels lässt die Sterne mehr und mehr im künstlichen Licht verschwinden. Aus großen Städten heraus sind häufig nur die allerhellsten Himmelsobjekte sichtbar.

Die Maßnahme könnte ein Vorbild für Deutschland sein. Auch hierzulande wird durch den beschlossenen Atomausstieg eine Lücke in der Energieversorgung eintreten, die Sparmaßnahmen notwendig machen wird. Auch die deutschen Amateurastronomen würden die Abnahme der Lichtverschmutzung sehr begrüßen, wie zum Beispiel die Kampagne "Dark Sky" der Vereinigung der Sternfreunde belegt.