Forscher sind einen Schritt weiter, Probleme aus dem Weg hin zu einer anwendungsoptimierten Diät zu räumen. Nun konnten sie das kritische Zeitfenster wissenschaftlich eingrenzen, in dem die meisten Nahrungsumstellungspläne scheitern – es liegt am Wochenende. Zu dieser Erkenntnis gelangten Susan Racette und ihre Mitstreiter von der Washington University School of Medicine durch penible Auswertung der Gewichtskurven von 48 diätierenden Freiwilligen über mehrere Wochen.

Auch die Wissenschaft kennt ein Sommerloch. Mehr und mehr fluten dann Ergebnisse die Medien, die sonst kaum den Weg in die Berichterstattung finden. Mit der Reihe "Sommerloch heute" möchten wir Ihnen eine Auswahl präsentieren.
Wie sich zeigte, reduzierten zwar einige der Probanden ihr Gewicht im Laufe der Woche, legten dann aber an Samstagen und Sonntagen wieder an Gewicht zu oder nahmen zumindest nicht weiter ab. "Wir hatten das schon erwartet", kommentiert Racette und nennt auch den Grund für die Gewichtsreduktionsrückschläge: "Die Leute haben am Wochenende mehr gegessen." Dies sei indes nicht allen Kandidaten auch bewusst gewesen.

Die Forscher vermuten als Ursache für das Wochenend-Problemes abweichende Lebensmuster in der Freizeit: "Die Leute nehmen an sozialen Aktivitäten teil, gehen auf Partys oder – wenn sie Kinder haben, die in Sportvereinen sind – vielleicht sogar auf den Sportplatz, wo sie sich an die dort angebotene Verpflegung halten", so Racette besorgt.

Bislang war nur wissenschaftlich belegt gewesen, dass Menschen an Feiertagen wie Weihnachten und Thanksgiving mehr essen und dadurch schwerer werden. Dies nun sei aber die erste Studie, die sich statistisch der Gewichtsentwicklung von Diät haltenden über den Verlauf von Wochen genauer annahm. (jo)