Wissenschaftler aus den Niederlanden haben ein Gen entdeckt, das Präeklampsie, eine lebensbedrohende Komplikation während der Schwangerschaft, auslösen kann. Typisch für diese Krankheit, über dessen genauere Ursachen noch geforscht wird, sind ein erhöhter Blutdruck sowie eine vermehrte Ausscheidung von Eiweißen im Urin. In einem von 50 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung, die sowohl das Leben der Mutter als auch des Kindes gefährden.

Marie van Dijk und ihre Kollegen vom Medizinischen Zentrum der Freien Universität Amsterdam untersuchten nun Familien, bei denen mehrere Schwestern während der Schwangerschaft an Präeklampsie erkrankt waren. Wie die Analyse der DNA der 67 betroffenen Frauen offenbarte, haben alle eine Version des Gens STOX1 auf Chromosom 10 gemeinsam. Bekannt war bereits, dass dieses Gen in der Plazenta in einer kritischen Phase während der frühen Schwangerschaft abgelesen wird.

Die Forscher vermuten, dass die mutierte Genversion nicht korrekt arbeitet und damit die Krankheit auslösen kann. Frauen mit einer fehlerhaften sowie einer normalen Kopie des Gens tragen damit ein Krankheitsrisiko von 50 Prozent. Die Forscher hoffen, in Zukunft dieses Krankheitsrisiko über einen Bluttest diagnostizieren und somit rechtzeitig mit einer Therapie beginnen zu können.