Männer werden bei der Partnerwahl von den Gesichtsproportionen ihrer Mütter geprägt, Frauen von denen ihrer Väter. Zu diesem Ergebnis kommt Tamas Bereczkei zusammen mit Kollegen von der University of Pécs in Ungarn. Als ausschlaggebend identifizierte er das Verhältnis der Nasen- zur Gesichtslänge.

Gesichtsproportionen
© T. Bereczkei
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Die Forscher vermaßen bei insgesamt 312 Erwachsenen die Gesichter. Ausgehend von 14 Merkmalen verglichen sie diese dann mit denen der Eltern und Partner. In fast allen Fällen hatten entweder die Gesichtsproportionen des männlichen Partners Ähnlichkeit mit der des Vaters seiner Partnerin oder die der Frau mit denen der Mutter ihres Partners. Die Forscher vermuten, dass Männer wie Frauen auf der Partnersuche die Gesichtszüge der Mutter beziehungsweise des Vaters bevorzugen.

Selten gelingt es aber, dass beide mit ihrer Suchstrategie Erfolg haben – allein schon, weil das beidseitige Zusammentreffen statistisch unwahrscheinlich ist. Demzufolge kann sich meist nur Mann oder Frau durchsetzen.

Schon frühere Studien suggerierten einen Zusammenhang zwischen elterlichen Gesichtsproportionen und der Partnerwahl, dieser war aber eher vage. Tamas Bereczkei analysierte jetzt jedes der 14 Merkmale unabhängig voneinander. Neben dem Verhältnis der Nasen- zur Gesichtslänge stimmte oft auch die Mund- und Gesichtsbreite überein, ebenso wie die Kinn- zur Gesichtslänge. (sc)