Schon länger hat er keinen Mucks mehr von sich gegeben. Dennoch stimmt das Ende des Kontakts mit dem Kometenlander Philae Raumfahrtexperten und -fans wehmütig. Denn Philae war das erste von Menschen gemachte Objekt, das auf einem Kometen gelandet ist. Am 12. November 2014 war es nach einer mehr als zehnjährigen Reise und etwa sechs Milliarden zurückgelegten Kilometern "weich" auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, genannt Tschuri, gelandet. So weich war die Landung allerdings doch nicht, denn Philae prallte zunächst mehrmals von der Oberfläche des Kometen ab. Der Lander kam an einer ungünstigen Stelle und schief zum Stehen und empfing weniger Sonnenlicht, das seine Solarzellen fütterte. Die Mission stand also von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen.

Dennoch konnte Philae fast sein gesamtes wissenschaftliches Programm abspulen, bevor dem Lander schließlich der Strom ausging. Schon seit Juli 2015 gibt es keinen Kontakt mehr zur Rosetta-Sonde. Im Februar 2016 wurde Philae offiziell verloren gegeben. Heute um 11 Uhr MEZ hat man nun schließlich auch die letzte Verbindung zum Lander abgeschaltet. Das Kommunikationsmodul, mit dem die Sonde, die Tschuri in nur noch wenigen Kilometern Höhe umkreist, zum Lander Kontakt hielt, wurde ausgeschaltet. Am 30. September dieses Jahres steuern die Missionswissenschaftler Rosetta in den Kometen. Um den Abschiedsschmerz zu mildern, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt einen Hashtag eingeführt, unter dem jeder persönlich mit Bildern und Videos Philae "Lebewohl" sagen kann. Er lautet #GoodByePhilae. Die Aktion läuft noch bis 8. August.