Die ISS umkreist die Erde in rund vierhundert Kilometern Höhe. Diese Strecke mit einer Funkverbindung zu überbrücken scheint auf den ersten Blick nichts Besonderes zu sein, doch hier trügt der Schein. Während ihres neunzigminütigen Rundflugs um die Erde sind die Astronauten der Raumstation nur zu erreichen, wenn Sichtkontakt zur ISS besteht. Schwebt sie jedoch gerade über den USA, müssen aufwändige technische Geräte in einer der fünf Bodenstationen der ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) die Verbindung herstellen. Im Großen Hörsaal des SRH Science Tower in Heidelberg mündet die Technik der ARISS dann in ein Telefon, mit dem die Teilnehmer des Projekts dann für acht bis zehn Minuten mit dem US-amerikanischen Astronauten Clayton Anderson plaudern können.

Seit Januar laufen die Vorbereitungen für die Kontaktaufnahme. Es ist ein Höhepunkt des Projekts HeidelSat an der SRH Hochschule Heidelberg: Professoren, Studierende und Schüler bauen gemeinsam einen Kleinsatelliten, der im All kosmische Schauer und ihren Einfluss auf den Klimawandel erforschen wird. „Mit anschaulichen praktischen Angeboten, wie HeidelSat und ISS-Kontakt, gelingt es uns junge Menschen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern“, ist Prof. Dr. Achim Gottscheber, Leiter des Studiengangs Elektrotechnik an der SRH Hochschule Heidelberg, überzeugt.

Die Kontaktaufnahme ist für die Woche vom 24. bis 28. September geplant. Dann wird es heißen: „NA1SS calling DN1FHH“. Mit diesen offiziellen Amateurfunkrufzeichen nehmen die ISS und die SRH Hochschule Heidelberg dann Kontakt zueinander auf. Weltrauminteressierte und alle, die es werden wollen, sind eingeladen bei dem Ereignis dabei zu sein. In Vorträgen und Ausstellungen erfahren Besucher außerdem Wissenswertes über Weltraummissionen und Amateurfunk. Sobald das genaue Datum mit Uhrzeit bekannt ist, wird es auf der Webseite des Projekts HeidelSat bekanntgeben (Siehe Link).

AK