Das Zika-Virus schürt Angst in Südamerika – und darüber hinaus. Es wird von der Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen und verursacht neurologische Schäden wie Mikrozephalie bei Neugeborenen. Bereits im Februar rief die WHO in Bezug auf Zika den internationalen medizinischen Notstand aus. Man fürchtet eine Ausbreitung bis nach Europa. Sogar die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro wurden von Sportlern und Medizinern zur Diskussion gestellt. Doch nun gibt es ein Zeichen der Hoffnung. Forscher um Dan Barouch vom Beth Israel Deaconess Medical Center und der Harvard Medical School in Boston haben gleich zwei Impfstoffe entwickelt, die Mäuse gegen das Virus immun machen. Eine einmalige Gabe eines der beiden Stoffe genügte dafür.

Für einen der Impfstoffe verwendeten die Forscher eine modifizierte Form der Virus-DNA. Beim anderen schwächten sie die Erreger so ab, dass sie nicht mehr aktiv waren. Vier Wochen nach den Immunisierungen testeten die Forscher die Wirkung der Vakzine. Die Impfungen schützten dabei die Mäuse vollständig vor einem Virenstamm aus Nordostbrasilien. Die geimpften Tiere erzeugten Antikörper, die spezifische Proteine des Virus erkannten. Je höher die Menge an Antikörpern in den Mäusen war, desto stärker wirkte die Impfung. Keine der Mäuse erkrankte.

Die Forscher sind zuversichtlich, nun auch einen Impfstoff für Menschen zu finden. Die Effektivität der Impfstoffe, die Deutlichkeit der Antikörperreaktion und die Ähnlichkeit zu erfolgreichen anderen Impfstoffen, die gegen verwandte Virenarten schon entwickelt wurden, gäben Anlass zum Optimismus. Noch in diesem Jahr sollen Tests solcher Impfstoffe in klinischen Studien beginnen.