In den letzten Monaten ließ sich unser Nachbarplanet Venus schön als funkelnder Abendstern bewundern. Ab und zu gesellte sich auch der junge zunehmende Mond in ihre Nähe, ein wunderschöner Anblick. Am Montag, den 18. Juni hält sich der Mond wieder in der Nähe der Venus auf, doch diesmal kommt es sogar zu einer Bedeckung, ein seltenes Himmelsschauspiel.

Die Bahnen der Planeten unseres Sonnensystems liegen nahezu in einer gemeinsamen Ebene. Deshalb scheinen sich die Planeten für einen Betrachter auf der Erde alle nahe einer Linie, der Ekliptik, über den Himmel zu bewegen. Die Ekliptik führt durch die Sternbilder des Tierkreises. Die Bahn des Mondes ist um fünf Grad gegen die Ekliptik geneigt. Deshalb schneidet sie die Ekliptik an zwei Punkten.

Manchmal kommt es vor, dass der Mond einen Schnittpunkte passiert und sich unweit davon ein Planet befindet. Dann bekommt der irdische Beobachter eine enge Begegnung beider Himmelskörper zu sehen.

Am 18. Juni schiebt sich der Mond am Tageshimmel um 16:15 Uhr vor die helle Venus. Mit ihrer unbeleuchteten Seite voran bedeckt die schmale Sichel des drei Tage alten Mondes den Planeten. Nach 81 Minuten gibt der Erdtrabant den Blick auf die Venus wieder frei. Der Austritt findet um 17:40 Uhr auf seiner beleuchteten Seite statt. Zum Beobachten reicht schon ein ganz normaler Feldstecher auf einem Stativ aus.

Warnung!!
Niemals mit dem ungeschützten Auge in die Sonne blicken! Dies kann zu irreparablen Schäden an der Netzhaut führen. Da sich der junge Mond zur fraglichen Zeit unweit der Sonne befindet, ist – speziell bei der Beobachtung mit einem Feldstecher oder Teleskop – allergrößte Vorsicht geboten.


Die nächste Bedeckung eines Planeten durch den Mond findet am Morgen des 24. Dezember 2007 statt: Diesmal verschwindet der Mars zwischen 4 und 5 Uhr MEZ aus unserem Blickfeld. Leider lässt sich das Schauspiel nur von Norddeutschland aus verfolgen, der Süden geht dabei leer aus, von hier aus gesehen verfehlt der Erdtrabant den Roten Planeten.

AK