Die bisher genaueste Untersuchung des kosmischen Gammastrahlenhintergrunds hat keinen Hinweis auf die Existenz Dunkler Materie erbracht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe um Mattia Fornasa von der Universität Amsterdam nach einer Analyse der Gammastrahlendaten des Weltraumteleskops Fermi aus insgesamt 81 Monaten Beobachtungszeit. Demnach besteht der Gammastrahlenhintergrund, ein diffuses, bisher unerklärtes Himmelsleuchten aus hochenergetischer Strahlung, aus den Beiträgen zweier separater Arten von Strahlenquellen: zum einen hochenergetische Strahlung, die wohl von bisher unentdeckten aktiven Galaxien herrührt, und zum anderen einen Anteil bei geringerer Energie, deren Existenz auch nach der neuen Analyse keine bekannte Quelle erklären kann. Bisher vermutete man, dass der Zerfall Dunkler Materie oder ihre Vernichtung in Materie-Antimaterie-Paaren für einen Teil des diffusen Gammastrahlenhintergrunds verantwortlich sein könnte. Fornasa und seine Arbeitsgruppe schließen das nun jedoch nahezu aus: Das Spektrum des bisher unerklärten Anteils sei mit keinem dieser Modelle vereinbar.