Im Mai 2013 hatte sich der von Astronomen mit Spannung erwartete Komet C/2012 S1 ISON der Sonne so weit angenähert, dass er für einige Wochen unbeobachtbar am Taghimmel stand. Nun gelang es dem US-amerikanischen Amateurbeobachter Bruce Gary, den Schweifstern am 12. August 2013 nach seiner Sonnenpassage als leuchtschwaches Objekt am Himmel aufzuspüren. ISON leuchtete zu diesem Zeitpunkt etwa 14 mag hell. Ende November wird sich der Schweifstern extrem dicht der Sonne annähern, so dass sich die Beobachter weltweit auf einen spektakulären Auftritt von ISON am Morgenhimmel freuen. Unter Umständen könnte der Komet bei seiner größten Sonnennähe am 28. November sogar als heller Fleck neben der Sonne zu sehen sein. Allerdings ist die Vorhersage des Verhalten und der Helligkeiten von Kometen notorisch schwierig. Die Schweifsterne sind somit immer für Überraschungen im positiven aber auch im negativen Sinne gut.

Komet ISON am 12. August 2013
© Bruce Gary, Hereford Arizona Observatory (www.brucegary.net)
(Ausschnitt)
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Als schwaches längliches Fleckchen erschien Komet ISON am 12. August 2013 um 11:40 Uhr UT. Das Bild ist auf den Kometen zentriert, somit erscheinen die Sterne länglich. Es lässt sich eine Andeutung eines Schweifs erkennen. Die Aufnahme entstand mit einem Amateurteleskop vom Typ Celestron-11.

Bruce Gary hatte gezielt nach ISON gesucht und verwendete für seine Beobachtungen die Positionsangaben des Jet Propulsion Laboratory der NASA in Kalifornien und fand den Schweifstern in der Nähe der angegebenen Koordinaten. Für seine Beobachtungen setzte der Amateurbeobachter ein handelsübliches Teleskop vom Typ Celestron-11 mit 28 Zentimeter Hauptspiegeldurchmesser mit einer CCD-Kamera von SBig (ST-10 XME) ein. Er beobachtete von seinem privaten Hereford Arizona Observatory aus und profitierte von den sehr dunklen und klaren Nächten in diesem wüstenhaften US-Bundesstaat. Die Bilder zeigen einen noch sehr schwachen Lichtfleck mit der Andeutung eines Schweifs. Mit seinen Beobachtungen möchte Gary die Rotationsperiode des Kometenkerns bestimmen, wenn sich die Beobachtungsbedingungen mit größer werdendem Sonnenabstand weiter verbessern.