Die Entdeckung gelang schon auf den ersten Bildern von Messier 101, die auch das Umfeld der Spiralgalaxie abdecken. Derzeit ist aber noch nicht mit Sicherheit bekannt, ob es sich bei den neu entdeckten Welteninseln um Begleiter von M 101 handelt oder ob es Objekte sind, die sich wesentlich näher zu uns im Vordergrund befinden. Von Messier 101 selbst trennen uns rund 27 Millionen Lichtjahre. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die sieben Galaxien in Wirklichkeit sehr weit entfernte Welteninseln aus der Frühzeit des Universums sind. Um dieser interessanten Frage nachzugehen, erhielten die Forscher um Dokkum wertvolle Beobachtungszeit auf dem Weltraumteleskop Hubble.

Die Umgebung der Spiralgalaxie Messier 101 im Sternbild Großer Bär (Aufnahme mit dem Dragonfly Telphoto Array)
© Yale University
(Ausschnitt)
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Mit dem "Dragonfly Telephoto Array" in New Mexico wurde die Umgebung der Spiralgalaxie Messier 101 (Bildmitte) abgelichtet. Auf den Bildern konnten Astronomen sieben bislang unbekannte Zwerggalaxien (Insets) aufspüren.

Der Teleskopverband in Mayhill kam zu seinem Namen, weil die acht Teleobjektivlinsen zusammen an ein riesiges Facettenauge aus der Insektenwelt erinnern. Die Stärken dieses Instruments sind sein vergleichsweise günstiger Preis, sein großes Gesichtsfeld am Himmel und die recht hohe Lichtstärke. Die Optiken der Teleobjektive wurden mit speziellen Beschichtungen versehen, um Streulicht zu minimieren. Somit lassen sich mit dem Instrument diffuse, ausgedehnte und lichtschwache Objekte wie Zwerggalaxien besonders gut erfassen.