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Raumfahrt: Mars-Späher der Nasa im Zielanflug

Ein weiterer Mars-Besucher: MRO
Nach einem sieben Monate langen Flug soll der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) der Nasa am Freitag planmäßig in eine Umlaufbahn um unseren Nachbarplaneten einschwenken. Die Sonde fliegt derzeit mit einer Geschwindigkeit von rund 10 000 Stundenkilometern auf den Roten Planeten zu.

Alles verlaufe bislang planmäßig, sagte Programmdirektor James Graf von der US-Raumfahrtbehörde in Washington. Dennoch schaut die NASA dem Rendezvous mit einer gewissen Nervosität entgegen, weil der Kontakt zwischen Kontrollzentrum und Sonde eine halbe Stunde lang abreißen wird, sobald MRO an der Rückseite des Planeten vorbeifliegt. Während dieser Zeit können die NASA-Mitarbeiter nur unkontrolliert hoffen, dass die Sonde den vorberechneten Orbit-Kurs einschlägt. In den kommenden Monaten werden weitere Kurskorrekturen und Bremsmanöver durch die Atmosphärenreibung notwendig, bis die Sonde ihre Arbeitsumlaufbahn erreicht haben wird.

Im November soll MRO dann mit der Erforschung der Oberfläche des Planeten beginnen. Dazu hat die Sonde die größte hochauflösende Kamera an Bord , die von der Nasa bisher ins Weltall geschickt wurde. Das HiRISE (dem High Resolution Imaging Science Experiment) kann ausgewählte Regionen der Oberfläche bis auf 20 bis 30 Zentimeter auflösen.

Der MRO trägt zudem ein Tiefenradar, das dem MARSIS der bereits am Mars arbeitenden Esa-Sonde Mars Express ähnelt. Das Shard-System der Nasa soll im Vergleich eher oberflächennahe Schichten durchleuchten können.

Eine der Aufgaben des rund 584 Millionen Euro teuren Gefährts wird die Suche nach geeigneten Landeplätzen für Roboter und Menschen auf dem Mars sein. Nach dem Willen von US-Präsident George W. Bush sollen neu zu bauende Raumfähren spätestens im Jahr 2020 vom Mond aus zum Mars aufbrechen.

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