Wie gut wir uns an bestimmte Gefühle erinnern können, hängt auch davon ab, was unsere Gesichtsmuskulatur gerade macht. Zu diesem Schluss kamen nun Jenny Baumeister von der International School of Advanced Studies und ihre Kollegen. Die Forscher ließen 80 Probanden einen Test absolvieren, bei dem diese sich verschiedene Wörter – manche neutral, manche bezogen auf Emotionen – einprägen und später wieder aufzählen sollten. Eine Hälfte der Versuchspersonen durfte diese Aufgabe ganz normal erledigen, die anderen bekamen eine spezielle Gesichtsmaske verpasst, die schließlich hart wurde und jegliche Mimik erstarren ließ.

Dabei zeigte sich: Wer seine Gesichtsmuskulatur nicht mehr bewegen konnte, dem fiel es auch deutlich schwerer, die gelernten Begriffe anschließend wiederzugeben – aber nur, wenn es um emotionale Wörter ging. Bei den neutralen Begriffen konnten die Forscher keinen Unterschied ausmachen. "Das bestätigt unsere Hypothese, dass es hilft, die Mimik, die wir mit einem bestimmten Gefühl assoziieren, noch einmal durchzuspielen, wenn wir uns erinnern wollen", so erklärt Mitautorin Raffaella Rumiati. Wer lächle, könne sich also auch besser an Freunde und Glück erinnern.