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Umwelt: Nanopartikel bedrohen Organismen im Meeresboden

Von Fassadenfarbe über Cremes bis hin zu Kosmetika: Künstliche Nanopartikel stecken inzwischen in vielen Produkten. Von dort gelangen sie in Gewässer und Sedimente, wo sie lebende Organismen bedrohen.
Nanoteilchen im Gewebe

Menschengemachte Nanopartikel werden heutzutage in etlichen Produkten eingesetzt. Viele dieser metallischen Kleinstpartikel – sei es aus der Farbe der Hausfassade, der aufgetragenen Sonnencreme oder der Kleidung – können leicht in die Umwelt gelangen. Über Regen-, Meer- und Abwasser gelangen sie in Flüsse und Meere und so schließlich auch in Sedimentschichten und in dort lebende Organismen. Welchen Veränderungen die Partikel auf diesem Weg im Wasser ausgesetzt sind, beschreiben nun Forschende der britischen University of Exeter in einem Übersichtsartikel im Fachblatt "Environmental Chemistry".

Die Forscher stellen fest, dass extrazelluläre polymere Substanzen, die in vielen Gewässern reichlich vorhanden sind, den Übertritt der Nanopartikel in den Meeresboden vermutlich erleichtern, jedoch in bisherigen Modellen noch nicht beachtet werden. Ähnlich steht es um den so genannten Meerschnee – der Partikelregen im Meer –, der ein Transportweg für Nanopartikel sein könnte; auch diesem Umstand wird in der bisherigen Forschung noch nicht Rechnung getragen, kritisieren die Forschenden.

Insgesamt sei über die Veränderungen der Nanopartikel im Wasser sowie über die Auswirkungen auf im Sediment lebende Organismen bisher noch deutlich zu wenig bekannt. Klar sei allerdings, dass Sedimente eine wichtige Funktion in marinen Ökosystemen spielen und daher geschützt werden sollten.

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