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News: Neue Methode misst Sternalter präziser

Mit Hilfe der so genannten Gyrochronologie lässt sich das Alter von Sternen anhand ihrer Rotationsperiode und Farbe errechnen. Im Gegensatz zu anderen Methoden ist sie genauer und universeller einsetzbar.
Sonnenflecken
Sydney Barnes vom Lowell Observatory zeigte, dass ein Stern mit zunehmendem Alter seine Rotationsperiode und Farbe in ganz bestimmter Weise ändert. Die feste Abhängigkeit der drei Größen gilt allerdings nur bei Sternen, deren Fusionsprozesse im Inneren relativ stabil ablaufen – so wie etwa in der Sonne und anderen massearmen Sternen. Um die Messmethode zu eichen, glich Barnes seine Daten mit der Sonne ab, deren Alter wohl bekannt ist.

Der Fehler bei den Altersbestimmungen liegt bei nur etwa 15 Prozent des Messwertes, während er bei anderen Verfahren bei fünfzig bis hundert Prozent liegt, so Barnes. Zudem muss die Entfernung des Sterns bei der neuen Prozedur nicht bekannt sein, was die Zahl der geeigneten Objekte erhöht. Seine Studie wird im Astrophysical Journal veröffentlicht.

Neben der Masse ist das Alter von Sternen eine wichtige Größe für Astrophysiker, da sie deren Entwicklung verfolgen können.

mp

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