Davide Michieletto und Matthew Turner von der britischen University of Warwick erforschen eigentlich die Eigenschaften von Polymeren mit Ringarchitekturen. Um ihr Forschungsfeld auch für die breite Masse ein wenig anschaulicher zu machen, griffen die beiden Physiker nun zu einer etwas skurrilen Methode: Sie kreierten eine neue Pasta-Sorte, die sich genauso verhält wie ihre Forschungsobjekte.

Die Nudelspezialität von Michieletto und Turner trägt den Namen "Anelloni" – abgeleitet vom italienischen Wort für "Ring". Die einzelnen Nudeln bestehen aus großen Schleifen, die sich, gekocht und in eine Schale geworfen, sofort hoffnungslos verheddern – ganz ähnlich, wie viele Ring-Polymere. Auf diesem Wege können die Polymere extrem starre Strukturen bilden, die den Forschern zufolge fast an Glas erinnern. Eigentlich simulieren die beiden Physiker das Verhalten solcher Strukturen am Computer. Ihr Nudelrezept präsentieren sie in der Dezemberausgabe des Magazins "Physics World".