Hochsensible Unterwassermikrofone vor der australischen Westküste haben offensichtlich ein sehr spezifisches Geräusch aufgezeichnet, das vom Absturz der malaysischen Boeing 777 von Flug MH370 stammen könnte. Das Signal entstand zudem im Zeitraum, in dem die Maschine auf das Meer beziehungsweise nach dem Sinken auf den Grund geprallt sein müsste. Das berichtet NatureNews unter Berufung auf australische Forscher, die diese Daten letzte Woche veröffentlicht haben. Alec Duncan vom Centre for Marine Science and Technology in Perth hält sie für die momentan vielversprechendste Spur zum vermissten Flugzeug.

Laut den Akustikspezialisten zeichneten die Mikrofone das Geräusch am 8. März um 1:30 Uhr auf, etwas mehr als eine Stunde nach dem letzten gesicherten, automatischen Signal der Bordkommunikation an einen Satelliten. Zu dieser Zeit sollte der Boeing der Treibstoff ausgegangen sein. Die Ursprungsort liegt allerdings deutlich nordwestlich des momentanen Untersuchungsgebiets vor der australischen Westküste: Er würde eher zu Meldungen von den Malediven passen, die im fraglichen Zeitraum ein unbekanntes, tief fliegendes Flugzeug über den Inseln beschreiben. Diese Berichte wurden von offizieller Seite später zurückgewiesen. Alternativ könnte jedoch auch ein leichtes Seebeben das Signal produziert haben. Duncan und Co wollen nun weitere Hydrophondaten aus Nordwestaustralien auswerten, um mehr über das fragliche Geräusch herauszufinden.