Ein gemeinsamer Bericht vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gibt Anlass zur Hoffnung: Dank der vereinten Bemühungen zahlreicher Staaten, die Verbreitung von ozonschädigenden Substanzen so gut wie möglich einzudämmen, ist der Schutzschild der Erde offenbar tatsächlich wieder dabei, sich zu regenerieren. Nachdem die Ozonschicht in den 1980er und in den frühen 1990er Jahren stark abgenommen hatte, ist sie seit der Jahrtausendwende relativ konstant geblieben, heißt es in dem Bericht, an dem insgesamt 300 Wissenschaftler mitgewirkt haben. Für die Zukunft erwarten die Experten allerdings einen positiven Trend: Halte sich die Weltgemeinschaft weiterhin an das Montrealer Protokoll von 1987, in dem die Staaten sich beispielsweise einigten, auf schädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe in Kühlschränken oder Spraydosen zu verzichten, dann könnten sich die Ozonwerte schon vor der Mitte des 21. Jahrhunderts in mittleren Breiten und in der Arktis bis auf den Stand von 1980 erholen.

"Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind allerdings nach wie vor gewaltig", sagt Achim Steiner, Exekutivdirektor des UNEP. "Der Erfolg des Montrealer Protokolls sollte uns ermutigen, weitere Schritte einzuleiten, nicht nur im Hinblick auf den Schutz und die Wiederherstellung der Ozonschicht, sondern auch im Bezug auf das Klima." Die Verringerung ozonschädlicher Substanzen habe zwar praktischerweise einen positiven Effekt auf das globale Klima gehabt, da viele von ihnen gleichzeitig schädliche Treibhausgase seien. Aber auch einige der Ersatzstoffe, auf die man nun ausgewichen sei, kurbelten den Treibhauseffekt an und könnten damit unter Umständen den Gewinn wieder zunichtemachen, mahnen die Experten. Sie raten deshalb weiterhin zur Vorsicht.