Auch wenn der genaue Landeort von Philae auf 67P Tschurjumow-Gerassimenko der ESA immer noch nicht bekannt ist und sie sich in heikler Position befindet, geht es ihr nach offiziellen Verlautbarungen gut: Die Kommandozentrale in Darmstadt und die beteiligten Wissenschaftler erhalten stabil Daten der Sonde, die am Mittwoch als erstes Raumfahrzeug auf einem Kometen landen konnte. Mittlerweile führte Philae die erste mechanische Operation der Mission durch und brachte ein Thermometer auf der Oberfläche des kosmischen Brockens aus, um seine Temperaturen zu messen.

Weitere Aktionen seien aber vorerst nicht vorgesehen, weil die Batterien lediglich noch einen weiteren Tag Strom liefern können. Da sich die Sonde im Schatten eines Kliffs befindet, erhält sie nur drei Stunden Sonnenlicht pro Tag, das die weitere Stromversorgung garantieren sollte. Die Techniker überlegen daher, das Gerät per Fernsteuerung manuell umzuplatzieren, damit die Solarzellen effizienter arbeiten können – eine riskante Operation, zumal Philae wahrscheinlich nicht gerade steht: Eines der Landebeine ragt ins All. Zudem haben die Harpunen nicht ausgelöst, die Philae auf der Oberfläche verankern sollten. Das birgt zudem eine gewisse Gefahr, dass weitere mechanische Operationen Erschütterungen erzeugen, die den Lander letztlich vielleicht weiter einschränken könnten. Laut Stephan Ulamec, dem wissenschaftlichen Leiter des Projekts, sei die Mission bislang ein voller Erfolg: Etwa 80 Prozent der erwarteten wissenschaftlichen Daten seien bereits gesammelt worden.