Wissenschaftler der Universität Münster haben ein Bakterium entdeckt, das schwefelhaltige Kunststoffe produzieren kann. Diese könnten, laut Arbeitsgruppenleiter Alexander Steinbüchel, für Prothesen eingesetzt werden. Künstliche Implantate greift das Immunsystem des Körpers zwar nicht ganz so heftig an wie Organtransplantate, bakterielle Entzündungsreaktionen können jedoch häufig auftreten. Auf schwefelhaltigen Polythioester gedeihen dagegen entzündungsauslösende Bakterien nur schwer, sodass Prothesen aus diesem Material nicht so schnell abgestoßen werden. Diesen Kunststoff produziert das Bakterium Ralstonia eutropha, wenn man es mit der schwefelhaltigen Mercaptopropionsäure füttert.