Besonders bei Langstrecken-Radsportlern kann es infolge von Durchblutungsstörungen im Genitalbereich zu Erektionsproblemen kommen. Dies ergaben Untersuchungen von Forschern an der Universität zu Köln. Claus Martin Cremer und seine Mitarbeiter hatten den Sauerstoffpartialdruck im Blut des Penisses während des Radfahrens gemessen und festgestellt, dass die Blutversorgung bei 20-minütigem Radeln infolge einer Quetschung des Dammes schlechter wird.

Ein wenig gepolsterter Rennradsattel schnitt mit einem Abfall des Sauerstoffpartialdrucks um etwa 82 Prozent im Vergleich zum Ruhemittelwert am schlechtesten ab, während ein "Damenrocksattel" nur zu einem Abfall von etwa 20 Prozent führte. Ob bei Männern auch langfristige Schäden durch Fahrradfahren entstehen können, müssen weitere Untersuchungen zeigen.