Der Kern des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, das Ziel der europäischen Raumsonde Rosetta, zeigt sich auf ihren Aufnahmen nun immer deutlicher. Die jüngsten veröffentlichten Bilder von 67P entstanden am 4. Juli 2014 aus einer Entfernung von rund 37 000 Kilometern und erstrecken sich über eine Fläche von rund 30 Pixeln der OSIRIS-Kamera von Rosetta.

Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko am 4. Juli 2014
© ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS Team / MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA
(Ausschnitt)
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Diese drei Bilder des Kerns des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko wurden jeweils in einem zeitlichen Abstand von vier Stunden aufgenommen. Sie entstanden am 4. Juli 2014 mit Hilfe der Telekamera des wissenschaftlichen Kamerasystems OSIRIS an Bord von Rosetta aus einer Entfernung von 37 000 Kilometern.

Der Kern ist im Mittel nur rund vier Kilometer groß und besitzt eine kartoffelförmige Gestalt. Die Bilder oben nahm Rosetta im Abstand von je vier Stunden auf, so dass die Rotation gut zu sehen ist. Die Forscher am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen konnten bislang drei ausgeprägte Strukturen erkennen. Möglicherweise gibt es auf dem Kern eine große Vertiefung. Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA plant, im wöchentlichen Abstand neue Bilder von Rosetta zu veröffentlichen. Die Ankunft beim Kometen 67P ist für den 6. August 2014 vorgesehen.