Kurz nach Sonnenuntergang, aber bei einem noch fast taghellen Abendhimmel, verschwindet gegen 18:20 Uhr MESZ der Ringplanet Saturn hinter der Mondscheibe. Ähnlich wie Sonnenfinsternisse sind auch Planetenbedeckungen durch den Mond wegen seiner Nähe zur Erde nur von bestimmten Orten auf der Erde aus zu sehen. Somit ist die Saturnbedeckung zwar bereits die elfte in diesem Jahr, jedoch die einzige, die in Mitteleuropa sichtbar ist. Allerdings sind die Voraussetzungen für eine Beobachtung nicht ideal.

Während des Eintritts steht der Mond in der hellen Abenddämmerung selbst nur knapp oberhalb des Horizonts, bei einer östlichen Elongation von nur 21 Grad. Nachdem die Planetenscheibe hinter dem Erdtrabanten verschwunden ist, was etwas mehr als eine Minute dauern wird, gehe beide noch vor dem Austritt gegen 19:20 Uhr bereits kurz vorher unter. Weit im Osten von Deutschland ist das Ereignis nicht zu sehen.

Der Mond bedeckt Saturn am Abend des 25. Oktober 2014
© Tobias Häusler / Easy Sky
(Ausschnitt)
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Gegen 18 Uhr MESZ wird der Mond den Ringplaneten Saturn von der dunklen Seite her bedecken. Etwa eine Stunde später taucht Saturn auf der beleuchteten Seite der schmalen Mondsichel wieder auf.

Immerhin befindet sich der Mond in einer sehr frühen Phase nach dem Neumond, so dass das Ereignis bei geeignetem Wetter und entsprechender Ausrüstung ein schönes fotografisches Motiv bietet. In den Stunden vor der eigentlichen Bedeckung nähert sich Saturn der schmalen Mondsichel von der dunklen Seite her. Für die Beobachtung empfehlen sich ein Stativ und ein Fernglas.

Die letzte Saturnbedeckung, die von Deutschland aus zu betrachten war, ereignete sich am 22. Mai 2007. Für die nächste müssen sich die Sternfreunde bis zum 2. Februar 2019 gedulden – ein Grund mehr, sein Glück jetzt am Samstag zu versuchen.