Allen Anstrengungen der Staatengemeinschaft zum Trotz: Der zunehmende Energieverbrauch der Weltbevölkerung frisst alle Einsparungen durch saubere Stromproduktion mehr als auf. Allein von 2012 auf 2013 stieg die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre so stark an wie seit 30 Jahren nicht mehr, meldet die World Meteorological Organization (WMO) in ihrem jährlichen Treibhausgasbulletin. Demnach stieg der CO2-Gehalt in der Luft im vergangenen Jahr auf durchschnittlich 396 Teilchen pro Million (ppm) – das entspricht einer Zunahme um 2,9 ppm im Jahresvergleich und um 42 Prozent seit Beginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert. Daneben stiegen auch die Werte weiterer wichtiger Treibhausgase wie Methan (auf 253 Prozent verglichen mit dem Jahr 1750) und Lachgas (Distickstoffmonoxid, 121 Prozent).

Seit 1990 habe sich der Strahlungsantrieb der Sonne durch diese Treibhausgase um ein Drittel gesteigert und den Klimawandel vorangetrieben, schreibt die Unterorganisation der UNO weiter. Zudem schreitet die Versauerung der Ozeane voran – in einem Tempo, das laut geowissenschaftlichen Daten für die letzten 300 Millionen Jahre nicht belegt werden kann. Ein großer Teil der Kohlendioxidemissionen verschwindet bislang noch im Meer und verwandelt sich dort in Kohlensäure. "Wir müssen diesen Trend rasch stoppen und den Ausstoß von Kohlendioxid sowie den anderen Treibhausgasen drastisch reduzieren. Uns läuft die Zeit davon", so Michel Jarraud, der Generalsekretär der WMO.