Beim Auswerten von Daten der Kepler-Mission bemerkten die Astronomin Tabetha Boyajian von der Yale University und ihr Team merkwürdige Helligkeitsschwankungen von mehr als 20 Prozent rund um den Stern KIC 8462852 im Schwan – was manche Medien spekulieren ließ, dass hier eine extraterrestrische Megazivilisation in Form einer so genannten Dyson-Sphäre existieren könnte: ein kugelförmiges Konstrukt, das einen Stern umfasst, um dessen Energie nutzen zu können. Auch wenn Boyajian und Co. andere Ursachen für plausibler halten – etwa auseinandergebrochene Kometen und deren Staubwolken –, wollten sie diese Option doch nicht gänzlich ausschließen. Daten vom Allen Telescope Array des SETI-Instituts zertrümmern nun die ohnehin nur vage Alien-Hoffnung weiter: Die Teleskope konnten über zwei Wochen hinweg keine künstlichen Radiosignale aus der Region von KIC 8462852 aufzeichnen, obwohl sie speziell darauf ausgerichtet waren.

Wie das Institut bekannt gab, sollten die Teleskope vor allem auf zwei Signale lauschen: Schmalbandübertragungen im Bereich von einem Hertz, die außerirdische Zivilisationen nutzen könnten, um ihre Existenz mitzuteilen, und Breitbandsignale, die von intensiven Mikrowellen aus Raketenantrieben verursacht werden. Für beides ließen sich jedoch keine eindeutigen Belege erbringen, was die Wahrscheinlichkeit noch weiter erhöht, dass es dort kein intelligentes Leben gibt.