Rückkehr der Shenzhou 8
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Die unbemannte chinesische Raumfahrtkapsel Shenzhou 8 ist sicher zur Erde zurückgekehrt. Sie landete am 17. November in der Mongolei. Das Raumschiff war am 1. November mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch CZ-2F in den Weltraum gestartet. Am 3. November hatte es zu Testzwecken zwei Mal hintereinander automatisch an die ebenfalls chinesische Raumstation Tiangong 1 angedockt. Letztere ist seit Ende September dieses Jahres im Erdorbit, das Shenzhou-Raumschiff war nun die erste Mission dorthin.

Der jetzige Flug der Shenzhou 8 war auch ein Probeflug für spätere bemannte Einsätze. Die Raumkapsel bietet genügend Platz für Personen, versuchshalber waren schon jetzt Essen und Wasser an Bord. Auch die gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte SIMBOX-Experimentapparatur flog mit, biologische und medizinische Proben wurden so den Bedingungen im All ausgesetzt. Damit kooperiert die chinesische Raumfahrtagentur CMSEO erstmals mit einer anderen Nation. Bereits für das nächste Jahr plant China auch bemannte Flüge zu seinem Raumlabor und wird dort weitere SIMBOX-Versuche durchführen.

Insgesamt soll Tiangong 1 – chinesisch für Himmlischer Palast – zwei Jahre betrieben werden. Mit gerade einmal 35 Kubikmetern nutzbaren Raums bietet es für Astronauten allerdings nur wenig Platz. China sieht Tiangong 1 tatsächlich nur als vorläufige Station und will bis 2020 eine größere Weltraumstation aufbauen.

Laura Hennemann