Im Sommer 2013 hörte sich der NASA-Wissenschaftler Don Gurnett an der University of Iowa in akustische Signale umgesetzte Messdaten von Voyager 1 an, welche die Sonde einige Monate zuvor aufgezeichnet hatte. Als er die Töne vernahm, war er sich sicher, Voyager 1 hatte die Grenze des Sonnensystems zum interstellaren Raum passiert. Die Daten stammen vom Plasmawellen-Instrument, das Elektronenwellen im umgebenden ionisierten Gas (Plasma) im Umfeld der Sonde registriert. Ihre Frequenzen liegen typischerweise zwischen einigen 100 und wenigen 1000 Hertz. Sie entsprechen dem Hörbereich des Menschen und können daher in akustische Signale umgesetzt werden. Die Tonhöhe ist dabei ein Maß der Gasdichte im Umfeld von Voyager 1.

Als sich die Sonde noch innerhalb der Heliosphäre aufhielt, also demjenigen Bereich, der vom Partikelstrom des Sonnenwinds dominiert wird, waren tiefe Töne zu hören, etwa bei 300 Hertz. Es waren die Klänge von Plasmawellen, die durch den dünnen Sonnenwind liefen. Außerhalb der Heliosphäre sprangen die Frequenzen nach oben in den Bereich von 2000 bis 3000 Hertz. Sie hören sich wie ein Zwitschern und Pfeifen an. Bislang konnte Voyager 1 zwei solcher Ereignisse registrieren. Sie werden durch Ausbrüche auf der Sonne ausgelöst, die für Plasmaschwingungen sorgen. Bei den Ausbrüchen werden auf der Sonne große Mengen an Materie frei, die rund ein Jahr benötigen, um im Umfeld von Voyager 1 einzutreffen. Wenn die Materie durch das Plasma läuft, löst sie Schwingungen aus, die das Plasmawellen-Instrument registrieren kann.