In einer Mausstudie haben Forscher beobachtet, dass Tiere, die regelmäßig einer geringen UV-Strahlung ausgesetzt waren, suchtähnliches Verhalten zeigten. Die Nager produzierten als Folge der Bestrahlung Beta-Endorphine, die neben einer Verringerung des Schmerzempfindens auch mit Sucht assoziiert werden. Blockierten die Forscher die Produktion dieser körpereigenen Opioide, begannen die Tiere unter anderem ähnlich wie bei Entzugserscheinungen zu zittern. Sie suchten außerdem eher helle als dunkle Plätze auf, wenn sie darauf trainiert wurden, das Dunkel mit einem Hemmstoff der Endorphinproduktion in Verbindung zu bringen.

Mäuse sind keine Menschen, betonen Kritiker der Studie und warnen vor voreiligen Schlüssen: Ihr normalerweise nachtaktives Verhalten und das Fell unterschieden sie denn doch deutlich von Homo sapiens. Sollte sich ein ähnlicher Zusammenhang aber auch beim Menschen bestätigen, würde es den "Sonnenhunger" mancher Leute vielleicht mit erklären, so die Forscher. Trotz allem seien aber natürlich soziale und kulturelle Faktoren wahrscheinlich weitaus wichtiger – so gelte vielen eine tief gebräunte Haut eben schlicht als Schönheitsideal.