Das "Simon-Marius-Jubiläum 2014" zu Ehren des Astronomen Simon Marius (1573-1624) wird durch zwei astronomiegeschichtliche Tagungen beschlossen: Das Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg lädt am 20. September ein, die Dr. Remeis-Sternwarte Bamberg am 22. September 2014.

Beinahe zeitgleich mit Galileo Galilei entdeckte der fränkische Mathematiker, Arzt und Astronom die Jupitermonde. Seine Ergebnisse publizierte er jedoch erst später, im Jahr 1614, weswegen ihn Galilei des Plagiats beschuldigte. Obwohl Marius seit Anfang des 20. Jahrhunderts rehabilitiert ist, findet er selbst in Fachkreisen häufig nur wenig Anerkennung. Anlässlich der Veröffentlichung seiner Schriften vor 400 Jahren rief die Nürnberger Astronomische Gesellschaft (NAG) in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Partnern das "Simon-Marius-Jubiläum 2014" aus. Den Abschluss dieses Jubiläumsjahrs bildet die Doppeltagung "Simon Marius und die Astronomie in Franken" im September 2014.

Die erste der beiden Veranstaltungen trägt den Titel "Simon Marius und seine Zeit" und findet am Samstag, dem 20. September, im Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg statt. In allgemein verständlichen Vorträgen werden Marius' Beobachtungen der Jupitersatelliten, Sonnenflecken und Kometen sowie seine Teleskopnutzung und Euklid-Übersetzung behandelt. Auch sein allgemeiner Beitrag zum Weltbild wird diskutiert. Zudem können die Teilnehmer die astronomiehistorische Ausstellung besichtigen. Die Anmeldung erfolgt über das Bildungszentrum Nürnberg, das Tagungsentgelt beträgt 20 Euro (10 Euro ermäßigt). Weitere Informationen zum Programm finden sich auf der Tagungs-Website.

Zwei Tage später, am 22. September 2014, schließt sich die Dr. Remeis-Sternwarte Bamberg – das Astronomische Institut der Universität Erlangen-Nürnberg – an und begrüßt die Gäste zur Tagung "Astronomie in Franken – Von den Anfängen bis zur modernen Astrophysik". Beide Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Astronomiegeschichte der Astronomischen Gesellschaft (AG) durchgeführt.

Bereits im Februar wurde das Marius-Portal gestartet. Es soll alle Dokumente über den Astronomen sowie von ihm selbst verfasste Werke der Öffentlichkeit zugänglich machen. Des Weiteren würdigte auch die Internationale Astronomische Union (IAU) Simon Marius und benannte einen Asteroiden nach ihm.