News | 11.12.2012 | Drucken | Teilen

Sprache

Unbewusster Kraftakt

Sätze, die aktive Handlungen beinhalten, erhöhen die Körperspannung.
Liesa Klotzbücher
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Steigern sprachlich beschriebene Tätigkeiten die Muskelspannung? Um das zu beantworten, registrierten Forscher von der Université Claude Bernard in Lyon den Druck, den Probanden mit der rechten Hand ausübten, während sie einen Sensor umfassten. Über Kopfhörer lauschten die 24 Teilnehmer gleichzeitig Aussagen wie "In der Sporthalle hebt Fiona ihre Hanteln" oder "Im Flugzeug hebt Laure ihr Gepäck nicht hoch". Neben derart positiv oder negativ formulierten Sätzen gab es auch solche, die gar keine Handlung beinhalteten.

Siehe da: Schon 300 Millisekunden nach einer aktiven Beschreibung drückten die Teilnehmer im Schnitt stärker zu und hielten die erhöhte Spannung über zirka 500 Millisekunden. Bei Negationen oder Äußerungen ohne Handlungsbezug trat der Effekt hingegen nicht auf.

Fazit: Verbale Einflüsterungen wirken sich offenbar direkt auf unsere Motorik aus. Vielleicht liegt hierin der tiefere Sinn von Anfeuerungsrufen im Sport.

Gehirn und Geist
© Gehirn und Geist
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